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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 74

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 74 (sequence 28)
Language
German
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— 74 Fortbildung ihrer Mitglieder." Der Rest des Antrages soll gemäß ausdrücklicher Notiz unverändert bleiben. Dann weiter zwei Anträge Berlin: „Der Telegiertentag wolle beschließen: a) Der Delegiertentag erblickt in dem Grundsätze der Neutralität den unverrückbaren Grund- Pfeiler der Tätigkeit der dem Verbände angeschlossenen Jugendvereine. Das unentwegte Festhalten an diesem bewährten Grundsabe erachtet er als gebieterische Forderung und gibt dem lebhaften Wunsche Allsdruck, daß die Jugendvereine weiterhin den Sammel- Punkt für Angehörige aller Gruppen sener jungen Juden bilden mögen, die von dem ernsten Streben für bewußtes und positives Judentuin getragen sind, wie immer sonst ihre politische und religiöse Auffassung sein möge. d) Für die Berbandsvcreine und ihre Mitglieder ergibt sich die Pflicht, dem Wohle des Heimatlandes zu dienen, schon aus der jiidischeu Religion. In voller Erkenntnis der Schwere des über unser Vaterland hereingebrochenen Verhängnisses sieht der Telegiertentag gerade gegenwärtig eine hervorragende Aufgabe der Verbandsvereine darin, ihre Mitglieder zu eifrigem Wirken im Dienste des Wiederaufbaues Deutschlands aufzurufen, wie er davon durchdrungen ist. daß die wahre jüdische Gesinnung, wie sie feinem hohen Ideal entspricht, aus sich heraus schon zur Stärkung und Entwickelung der geistigen und sittlichen Kräfte beitragen muß, von denen letzten Endes Deutschlands Gesundung wieder ausgehen wird. Durch diese Entschließung betrachtet der Telegiertentag den Antrag auf Aenderung des 8 1 oder Einfügung eines 8 ln der Verbandssatzung als erledigt." Ter Antrag ist unterzeichnet, wenn ich recht lese, von Siegbcrt '' Cohn und Pasch. Dann ist ein Antrag eingegangen, der zu vorstehendem gehört: ■ „An alle Angehörigen der Jugendvereine richtet der Verbands-! tag die dringende Mahnung, in ihrem gesamten Auftreten und Ver- I halten, namentlich auch bei politischer'Betätigung, jedes unnötige Vordrängen zu meiden und sich stets des Taktes und der Zurücki Haltung zu befleißigen, die dem Wesen der jüdischen Sittenauffassung! entsprechen." Ich möchte bitten, Anträge, die niit den drei augenblicklich zur Erörterung stehenden Punkten nichts zu tun haben — unb dieses letztgenannte Antrag ist ein Antrag besonderen Inhaltes — nicht jetzt einzubringen. Weiter ist ein Satzungs-Antrag von Herrn Kaufmann-Mann- : heim eingegangen für die Vereine Mannheim, Karlsruhe. Freiburg.; Lörrach', Baden und Konstanz: „Ter Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands vertritt die gemeinsamen Interessen der diesem angeschlossenetr Jugend- - vereine, die keine bestimmte politisch-religiöse Richtung vertreten. Die Verbandsvereine, die auf dem Boden eines bewußten Judentums stehen, erstreben Einfluß auf die sittliche Führung und auf die ethische und geistige Fortbildung ihrer Mitglieder durch die Vermittlung der

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