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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 69

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 69 (sequence 23)
Language
German
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69 featti ausscheiden. Herr Lehmann, wir wollen einmal den Versuch macher, durchzukommen. Otto Lehma««-Hannover: Ich meine, daß eo ipso die Debatte sich in erster Linie um „Neutralität" drehen wirb. Unter diesen Umständen ziehe ich meinen Antrag zurück mit dem Recht, ihn neu einzubringen. Vorsitzender Dr. Apfel: Darf ich nun feststellen, daß die Geschäftsordnungs-Plänkeleien erledigt sind? Folgender Antrag ist eingelaufen: „Die Delegiertenversammlung beauftragt den Vorstand, bei den Vorarbeiten zum Jüdischen Kongreß dahin zu wirken, daß die Frage des Wiederaufbaues Deutschlands vom Jüdischen Kongresse behandelt wird. Dr. Meyer-Liegnitz." Zur Sache hat nunmehr das Wort Herr Felix Meyer-Frankfurt. Felix Meyer-Frankfurt: Meine Damen und Herren! Ich bin mir der Schwere der Aufgabe wohl bewußt, als Erster die sachliche Diskussion heute zu eröffnen, besonders^ nach dem schwungvollen und hinreißenden Referate unseres Verbandsvorsitzenden, meines Freundes Dr. Alfred Apfel. Wenn ich mich zum Worte gemeldet habe, so geschah dies in meiner Eigenschaft als Mitglied des Verbandsvorstandes — ich bitte dies nicht zu verwechseln, nicht als Vertreter des Frankfurter Vereins —, und zwar möchte ich mich auf einige Bemerkungen bezüglich der Neutralitätsfrage beschränken. Was die Kongreßfrage und die Paläsftnaftage anbetrifft, so herrschen innerhalb des Verbandsvorstandes Einerlei Meinungsverschiedenheiten, und Herr Dr. Apfel f)at baä zum Ausdruck gebracht, was der Verbandsvorstand gesagt haben wollte. Anders verhält es sich bezüglich der Neutralitätsfrage. Es ist Ihnen ja aus dem Rundschreiben, das die Verbandsleftung versandt hat, seinerzeit mit aller Klarheit und Loyalität durch Herrn Dr. Apfel auseinandergefetzt worden, daß der Antrag, den er heute zurückgezogen hat, ein rein persönlicher Antrag von ihm war, der im Verbandsvorstande keine Gegenliebe oder — ich will mich korrekt ausdrücken — nur sehr wenig Gegenliebe geftrnden hat. Nachdem nun Herr Dr. Apfel seinen Antrag in der vorliegenden Form zurückgezogen hat, würde es sich ja erübrigen, über den Antrag selbstzu sprechen. (Sehr richtig!) Aber es ist von Herrn Dr. Apfel hier gesagt worden, daß eine Iteutralitätsverletzung mit dem Anträge nicht beabsichtigt gewesen ist. Ich kann diese heutige Bemerkung nicht ohne Widerspruch hingehen lassen (sehr richtig!) und möchte als Kronzeuge dafür, daß doch eine Neutralitätsverletzung in Frage kam, Herrn Dr. Apfel persönlich anführen. Dei^n er hat ja.mit eigenen Worten in dem Rundschreiben seinerzeit gesagt, daß er, wenn auch schweren Herzens — diese Einschränkung tvollen wir ihm gerne gutschreiben — an die Aufgabe der Neutralität in bezug auf die Satzungsänderung herangegangen ist. (Sehr richtig!) Nun, meine Damen und Herren, es war nicht ganz klar in den Ausführungen des Herrn Dr. Apfel, ob der heutige nun von ihm vorgeschlagene 8 2 der Satzungen ein Beschluß des Derbandsvorstandes

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