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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 68

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 68 (sequence 22)
Language
German
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68 HLr Rechtsanwalt Pasth-Berlin hat dann beantragt, daß die Delegiertenversammlung iw Einzelfällen auf Anregung befragt werden könne, ob eine weitere Redezeit zugebilligt wird. Wir stimmen nunmehr über diesen Antrag ab. Wer für diesen Antrag des Rechtsanwalts Pasch-Berlin ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte unt die Gegenprobe. (Geschieht.) Wir müssen nochmals abstimmen. (Zurufe: Er ist angenommen!) Es wird mir von der Stimmzählungskommissjon zugerufen, die Sache sei zweifelhaft. In solchen Fällen muß noch einmal abgestimmt werden. Wer für den Antrag Pasch-Berlin ifi> den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Geschieht.) Es besteht jetzt bei der Stimmenzählungskommission kein Zweifel mehr: der Antrag ist angenommen. Theodor Hcilbronner - Halle (zur Geschäftsordnung): Ich habe beobachtet, daß während der Rede des Verbandsvorsitzenden bereits eine große Anzahl Wortmeldungen eingelaufen sind. Es wird viele Delegierte geben, die auch reden wollen, aber aus Gründen der Disziplin, um den Vortrag des Dr. Apfel nicht zu stören, davon abgesehen haben, sich lvährend der Rede des Verbandsvorsitzcnden zum Wort zu melden. Ich bitte deshalb, daß Wortmeldungen erst jetzt angenomnien werden. Persönlich möchte ich betonen, daß ich nicht pro <lomo rede, da ich mich nicht zum Wort gemeldet habe. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich werde mich dafür einsetzen, daß sämtliche Delegierte zum Worte koinmcn. Nach dem 10-Minutenbeschluß habe ich gar keinen Zweifel daran. Wenn wir die Sache machen, wie es Herr Hcilbronner will, dann würde alles hierher rennen und wir würden auch nicht weiter komnien. Ich bitte Herrn Heilbrunner, den Vorschlag vorläufig zurückzustellen. (Herr Heilbronner: Ich ziehe meinen Vorschlag zurück!) Otto Lehmann - Hannover (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren! Ich möchte doch Vorschlägen, daß wir die Gebiete die jetzt zur Diskussion gestellt werden, „Ncutralftät, Kvngrcßfrage lind Palästina" nicht in eins behandeln, sondern daß wir diese Gebiete teilen. (Sehr richtig!) Es gibt sonst ein heilloses Durcheinander. Wir müssen eine Reihenfolge, die wahrscheinlich durch die Wichtigkeit der Dinge gegeben wird, festfetzen. Vielleicht Neutralität, Palästinafrage, Kongreßfrage, und in dieser Reihenfolge die Debatte führen. Sonst glaube ich, kommen wir auch morgen, wenn wir den Montag noch hinzunehmen, nicht zu einem greifbaren Resultat. Vorsitzender Di°. Apfel: Der Antrag ist sympathisch, seine Annahme würde aber einen heillosen Wirrwarr Hervorrufen. (Sehr richtig!) Ich habe auf Grund des Vorstandsbeschlusses alle drei Fragen behandelt und es muß den Rednern dies auch möglich sein, denn über gewisse Dinge sind wir gar nicht uneins. Sollte sich herausstellen, daß über Paläsftna und Kongreß erhebliche Meinung-- Verschiedenheiten herrschen, dann könnten wir ja den Antrag des Herrn Lehmann aufgreifen und diese Moterien einmal aus der De-

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