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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 67

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 67 (sequence 21)
Language
German
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67 schwierigen Vorfrage: wie nämlich abgestimmt werden soll. Getreu unseren Verbandssatzungen kann nur abgestimmt werden durch Derlesung der. Liste der Anwesenden. Jede derartige Abstimmung dauert bei der Unruhe, die dabei zu herrschen pflegt, meiner Schätzung nach 30—35 Minuten. Wenn die Kommission Routine bekommen hat, können wir es vielleicht in 27, 28 Minuten machen. (Heiterkeit.) Ich möchte daher um Ihr einstimmiges Einverständnis für den gesamten weiteren Verlauf der Tagung bitten, daß wir alle Fragen rein formaler Natur, die mit der Materie selbst nichts zu tun haben, einfach durch Handaufheben bezw. durch einfaches Zählen der Stimmen der anwesenden Delegierten entscheiden. (Sehr richtig!) Es erhebt sich hiergegen kein Widerspruch. Zur Frage der Länge der Redezeit möchte ich niich jeder Meinungsäußerung enthalten. Ich weiß nicht, wie Sie abstimmen werden;. aber das sage ich, daß der Antrag, der von Ihnen angenommen werden wird — ob Sie nun eine Stunde oder zwei Minuten konzedieren —, von mir, so lange Sie niich mit der Führung der Geschäfte beehren, auf das strikteste und minutiöseste durchgeführt werden wird. (BravoI) Nun liegen drei Anträge vor. Ich betrachte als dsn weitgehendsten denjenigen, der die Redezeit am meisten beschränkt. Es ist wohl kein Zweifel, daß das der Antrag Lichtenberg ist, der 10 Minuten Redezeit beantragt. Wenn ich nun jetzt die erste Abstimmung vornehme, so habe ich das absolute Vertrauen zur Loyalität der hier anwesenden nicht stimmberechtigten Delegierten, daß sie sich an dieser Abstimmung nicht beteiligen. Ich lasse nunniehr abstimmen. (Rufe: Klarstellung!) Wir sind in der Abstimmung. (Zuruf: Mehrere Delegierte haben mehrere Stimmen!) Meine Herrschaften, ich muß schon bitten, ein bißchen wach zu sein. Wir haben uns eben einstimmig geeinigt, daß es bei diesen Formalien auf diese Kinkerlitzchen nicht ankommt, ob hier jemand eine oder zwei Stimmen vertritt. Rechtsanwalt Pasch-Berlin (Fragestellung): Vor der Abstimmung bitte ich den Herrn Vorsitzenden um Klarstellung. Ich' habe zu dem Anträge Lichtenberg einen Amendement-Antrag gestellt',, soll Uber ihn besonders abgestimmt lverden? Vorsitzender I>r. Apfel: Ueber das Amendement wird besonders abgcstimmt. Wir sind nunmehr in der Abstimnrung. Wortineldungen gibt es jetzt nicht mehr. Wer für den Antrag Lickstenberg-Hannover ist, der die Redezeit auf 10 Minuten beschränken will, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Geschieht.) Ter Antrag ist mit überwältigender Mehrheit angenommen. (Lebhafter Beifall.) Damit ist der Antrag Kaufmann gefallen. Es liegt nunmehr der Antrag Dr. Wolfheim- Erfurt vor, ihm unabhängig von diesem Beschlüsse zu gestatten, sein Referat ohne Rücksicht aus die Redezeit zu halten. (Zurufe.) Wir sind in der Abstimmung über diesen Antrag, Wortmeldungen dazu gibt es nicht mehr. Wer dafür ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Geschieht.) Ter Antrag ist mit überwältigender Mehrheit abgelehnt. (Bravo!)

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