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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 262

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 262 (sequence 238)
Language
German
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262 programmatische Stellungnahme der jüdischen Jugend zuni Antisemitismus alsbald auszuarbeiten und zu veröffentlichen." Ich würde Lichtenberg bitten, nicht zu sagen „Mandat" — das ist ein Auftrag —, sondern überweist diese Anregung als Material, denn wir haben so viel zu tun, daß wir uns zunächst einmal um die Dinge der Jugendbewegung kümmern müssen. (Rechtsanwalt Lick. tenberg-Hannover: Gut, einverstanden!) Wenn der Antrag Lange angenommen wird, dann brauchten wir den Antrag Wieser nicht mehr anzunehmen, weil sie sich in der Tendenz decken. Aber wir können ja trotzdem die Anregung des Herrn Wieser-Pyritz clls Material mit überweisen. Ich selbst möchte beantragen, wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, den Antrag Lange ohne Debatte anzunehmen. Schwarzschild-Frankfurt:: Ich kann mich erinnern, daß in dem Anträge des Herrn I>r. Lange verschiedene Punkte Herrn Dr. Löffler nicht gefallen haben, und er hätte gern zu diesen Punkten Abände. rungsanträge eingebracht. Es ist ihm leider infolge seiner Abreist nicht möglich. ___ Vorsitzender Dr. Apfel: Ich mache dann den Vorschlag, daß wir die gesamten Anträge hierzu zur näheren Sichtung dem Verbandsvorstande überweisen und diesem eventuell überlassen, von sich aus eine Verbandskundgebung aus diesen cherauszukristallisieren. Einstimmig angenommen? (Zustimmung.) Siegbert Cohn-Berlin:'Meine Damen und Herren, wenn ick Ihnen hier zuletzt einige Anregungen bringe, so bitte ich Sie herzlichst, sie nicht gerade als die schlechtesten anzusehen. Meine Damen und Herren, es ist Ihnen meine Anregung bezüglich Begründung eines jüdischen Bild- und Filmamtes zugegangen. Aus technischen Gründen war es mir bei der Kürze der Zeit nicht mehr möglich, statutenmäßig einen Antrag auf' Gründung eines jüdischen Bild- und Filmamtes beim Verbände zu stellen. Ich bitte, es mir zu erlassen. Ihnen die ganzen aufgestellten Thesen hier vorzulesen. Sie haben sie ja alle vervielfältigt bekommen. Vorsitzender vr. Apfel: Ja, lieber Herr Cohn, der Antrag stand nicht auf der Tagesordnung, ffir können uns jetzt nicht nach zweitägiger Tagung mehr darüber unterhalten. Siegbert Cohn: Dann bitte ich Sie, den Antrag als Dringlickkeitsantrag anzunehmen (Bravo!), um damit der Sache nicht das Genick zu brechen, die wichtig genug für die Judenheit ist. Vorsitzender Pr. Apfel: Es ist der Antrag zunächst gestellt worden — ich weiß garnicht, worum es sich handelt, ganz offen gestanden. (Siegbert Cohn-Berlin: Das tut mir fürchterlich leid!) — Ja, ich kann nicht mehr zuhören. Es tut mir leid! Ich bin auch nur

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