Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 2 (5.1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 261 (sequence 237)
- Language
- German
- Belongs to
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261 „solange, biS er den 8 7 seiner Statuten, der die Ausschließung der Juden als Mitglieder bestimmt, fallen läßt." Dieser Antrag kann nicht zur Beratung kommen, weil er nicht auf der Tagesordnung stand. Er muß zurückgestellt werden. Dann weiter von Paula Nußbaum-Crefeld und Else Levi- Lrefeld:! „Me Logen mögen sich nicht nur durch geldliche Unterstützung der Jugendvereine annehmen, sondern auch ideell die Jugendvereine unterstützen. Die Logenbrüder sollen ihre Kinder nicht nur den Jugendvereinen beitreten lassen, sondern auch dafür sorgen, daß sie die Veranstaltungen der Jugendvereine besuchen und in ihnen tatkräftig Mitarbeiten. (Bravo!)- Meine Damen und Herren, beraten kann der Antrag nicht werden, weil er nicht auf der Tagesordnung stand. Aber daß ein sehr richtiger Kern darin steckt, müssen wir anerkennen, obschon sich in der letzten Zeit durch das Eingreifen der Großloge die Verhältnisse erheblich gebessert haben und da viele Logen doch sehr warme Förderer unserer Jugendvereine geworden sind. (Sehr richtig! — Fräulein Nußbaum: Aber das genügt noch nicht!) Nun kommt der Antrag Lange, der heute nrittag verlesen war. Dazu ist noch ein längerer Antrag von H. Wieser-Pyritz eingegangen: I. Die Antisemiten lassen sich nicht belehren. Aber viele irregeleitete Bürger können aufgeklärt werden: 1. durch Verteilen von Zeitungen und Broschüren, die nicht nur auf die Juden beschränkt werden müssen, ' 2. durch Gründung von Toleranzzirkeln in allen Oxten zwecks Aussprache unter den führenden Bürgern des Ortes. II. Viele Vorwürfe der Antisemiten, die dem Neid entspringen, können entkräftet werden durch: «.) Bekämpfung von jedem Prohentuni unter den Juden, d) keine Solidarität mit jüdischen Verbrechern! mehr, keine Verschleierung und Beschönigung. . III. Tapferes Eintreten für das Judentum bei Angriffen in Eisenbahnen, Versammlungen, vor allem in den Schulen, besonders von Angriffen der philologischen Kreise und Oberlehrer an höheren Schulen. (Sehr richtig!) IV. Im übrigen wollen wir still bei uns unsere Pflicht tun, unbekümmert um unsere Feinde. Der Antisemitismus wird unser Bewußtsein stärken. . Mein« Damen und Herren, es liegt dann noch der Hauptantrag Lang« vor, der ja heute nachmittag schon vorgelesen worden ist." Dazu liegt noch ein Zusatzantrag Lichtenberg-Hannover vor: „Die Delegiertenversammlung überträgt dem Verband-- Vorstand das Mandat, auf Grund des Langeschen Referates eine