Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 2 (5.1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 257 (sequence 233)
- Language
- German
- Belongs to
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267 Lehrer Steiu-Berlin: Meine Damen und Herren, ich glaube, in erster Linie kommen für die Bearbeitung -er kleinen Vereine die Bezirksverbände in Betracht. Wir haben heute einen wich, tigen Schritt in unseren Verbandsangelegenheiten darin weitergetan, daß wir für die nächste Zeit schon für Bayern sämtliche kleinen Dörfer, die kleinsten jüdischen Gemeinden zusammenholen wollen, alle die, die sich für unsere Bewegung interessieren, um nicht nur jüdische Gemeinden zu erfassen, sondern auch einzelne Familien, die zerstreut auf dem Lande wohnen und keinen Zusammenhang mit dem Judentum mehr haben, um alle zu Jugendgruppen zu vereinigen und dann im gegenseitigen Austausch die Lehrer, die dort beschäftigten Kaufleute, alle, die irgendwie Redegewandtheit besitzen, zu intensiver Arbeit zusammenzufassen. Wenn das weiter geschieht und unterstützt wird, würden wir bald erreichen, daß an. den kleinsten Plätzen Arbeit für unsere große heilige, jüdische Jugendbewegung überall geleistet wird. (Bravo!) Rechtsanwalt Kaufmann: Im Anschluß daran muß ich ganz kurz beinerken, daß wir in Baden vom Landesverband ausgehen, worauf ich besonders aufmerksam machen möchte. Die Bildung von Landesverbänden ist sehr zweckmäßig und ist gerade für die Organisation dieser Frage äußerst fruchtbringend, daß vom Landesverband aus die größeren Vereine des Landes angeregt werden, die kleineren umliegenden Gemeinden intensiv zu bearbeiten. Da nun, wo das geschieht, haben wir gerade inneuerer Zeit an kleineren Plätzen zahlreiche Neugründungenvorgenommen, und wir werden dafür sorgen, daß richtige, gute und angemessene Redner kleinere Ortschaften periodisch bereisen. Ich empfehle aber diese Art der Tätigkeit, wie gesagt, den Landesverbänden. Da, wo sie noch nicht bestehen, müssen sie unbedingt gegründet werden, denn das ist Kleinarbeit, Detailarbeit, die vom Landesverband auch besser übersehen und ausgeführt werden kann als von der Zentrale von Berlin aus. Dr. Laser - Königsberg: Wenn Herr Spangenberg in seinein Anträge um möglichste Unterstützung vom Verbände bittet und seinem Anträge begeistert zugejubelt wird, so verstehe ich nicht,. wie man den Antrag Ostpreußen,, in dem dasselbe gefordert wird, ablehnend oder mit Lächeln beantworten kann. Vorsitzender vr. Apfel: Ich stelle fest, daß, wenn die Verbands- Versammlung gelächelt hat, sie jedenfalls nicht darüber gelächelt hat. Me Derbandsversammlung hat sich lediglich gegen die Begründung des Antrages von Ihrer Seite gewandt. Es ist nur gesagt worden, daß wir glauben, daß ein Verein wie Königsberg sich allein stutzen müsse. Damit uns nicht das Wort im Munde herumgedreht wird, muß ich besonders betonen, daß wir den ostpreußischen Gemeinden doch genau dieselbe Sympathie entgegenbringen und auch praktisch betätigen werden wie den anderen. vr. Laser-KonigSberg: Dann mochte ich bloß konstatieren, Herr vr. Apfel, daß ich gesagt habe, Königsberg braucht die Unterstützung