Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 240

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 240 (sequence 216)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/4926451-6352298-6352427--1762-4927851
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

240 drei Punkte herausgefunden, auf denen sich unter Zurückziehung unseres -Antrages eine Einigung für das Programm des Kongresses ermöglichen lassen wird, nämlich einmal aktive Mitarbeit am Aufbau von Palästina, Zulassung der Ausländer zum Wahlrecht und drittens, daß der jüdische Kongreß in seinen Verhandlungen einen rein jüdischen Charakter haben soll. - Unter diesen Gesichtspunkten haben wir versucht und versuchen wir weiter, mit dem Centralverein eine Einigung zu bekommen. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich danke Ihnen, Herr Lehmann, für Ihr Referat. Dr. Meycr-Liegnitz: Ich möchte bemerken, daß ich an sich von 3 meiner Ansicht nicht abgegangen bin, daß ich den Wiederaufbau I Deutschlands für wichtig halte auch, voni jüdischen Standpunkte aus.!■ daß ich aber im Interesse der Einigkeit heute von diesem Anträge ab- I gesehen habe. j ' Vorsitzender Dr. Apfel: Weitere Wortmeldungen hierzu liegen nicht vor. Ich beantrage Akklamationsannahme der Beschlüsse der > Kongreßkommission. Ist Widerspruch - gegen die Akklamations-! annahmc?; Fischel-Elberfeld: Ich möchte beantragen: statt zu sagen „kann i eine Karenzzeit festgesetzt werden", „muß eine Karenzzeit festgesetzt! werden". Dr. Wolfhrim-Erfurt: Darf ich einen Vermittelungsvorschlag machen! Statt des Wortes „kann" das Wort „soll" einzusetzen. (Heiterkeit.) Vorsitzender Rechtsanwalt Dr. Apfel: Ich darf dann wohl feslstellen, daß diese Kongreßresolution einstinimig angenommen worden ist? (Zuruf: Mit dem Worte „soll"!) Rechtsanwalt Dr. Königsbergex-Mülheim a. d. Ruhr: Die Abstimmung ging so rasch, daß man ihr kaum folgen konnte. Ich stimme gegen das Wort „soll". Mein Vorredner übersieht nicht, was mit dem Wort „soll" angerichtet wird. Ich bin für das Wort „kann" und stimme dagegen. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich bitte doch, diese Resolution in der von Herrn Lehmann vorgelegten Kommissionsfassung einstimmig anzunehmen. Reichmann-Kattowitz: Ich widerspreche. Ich halte den Vorschlag'„soll" für den richtigen, der beiden Richtungen vollkommen entgegenkommt. Vorsitzender Dr. Apfel: Tann würde' ich folgenden Vermittlungsvorschlag empfehlen: „Sollte die Frage der Einführung einer Karenzzeit für ausländische Juden bei den Vorbereitungen zum Wahlrecht des Kongresses aktuell werden, spricht sich der Verband der jüdischen Jugendvereine dafür aus, daß die Karenzzeit auf ein Mindestmaß beschränkt wird." (Zustimmung. Widerspruch.) Meine Damen ilnd Herren! Es würde der Kongreßbewegung einen fördernden Stoß geben, wenn wir angesichts der lauen Beschlüsse, die von den verschiedenen Seiten vorliegen, einstimmig beschließen! (Sehr richi tigl) Daran liegt sehr, sehr viel. Auf das, was Sie in dieser >

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.