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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 239

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 239 (sequence 215)
Language
German
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239 Kongreß wählen soll, bereits haben fallen lassen, es also genügt, wenn wir einfach feststellen: Der Verband lehnt als Voraussetzung, das Bekenntnis der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, ab. - Das sind die Vorschläge, die Ihnen die ^Kommission 'zu' machen hat. } . Ich habe Ihnen dann noch einen Antrag vorzulesen, - der von .Herrn De. Meyer-Liegnitz gestellt ist, den er zurückgezogen hat, aber mit der Bitte, ihn trotzdem zu verlesen. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich bemerke, damit nicht dadurch viele ' Anträge heraufbeschworen werden, es ist gewissermaßen ein Minder- heitsbericht, den Sie für die Kommission erstatten. Herr Dr. Meyer gehörte ja auch der Kommission an. t Lehmann: Dieser Antrag lag der Kommission vor, ist aber auf unser Betreiben zurückgezogen. „Die Telegiertenversammlung beauftragt den Vorstand, bei den Vorarbeiten zum jüdischen Kongreß dahin zu wirken, daß die 'Frage des Wiederaufbaues Deutschlands vom jüdischen Kon». greß behandelt wird." Wir haben gesagt, daß das nicht dazu gehört... Ich möchte auch darauf Hinweisen, daß damit wieder eine Einigung gesprengt würde, denn die Zionisten haben ja ausdrücklich in ihren Verhandlungen mit dem Centralverein unter ihren drei Forderungen für eine Einigimg verlangt, daß der jüdische Kongreß sich tatsächlich nur mit jüdischen Angelegenheiten zu befassen hat. Darauf wollten auch die Central-, Vereinsleute eingehen. Aus diesem Grunde ist der Antrag zurückgezogen worden. Ich bringe ihn nur zur Kenntnis. Rosenthal-Minden (zur Geschäftsordnung): Ich bitte den Herrn v Referenten um eine authentische Erklärung darüber, wie. wo und wann von Seiten der Zionisten die Zurückziehung der Voraussetzung des Bekenntnisses der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk erfolgt ist. Für uns, die wir in der Kongreßbewegung einen gegenteiligen Standpunkt vertreten, ist es wichtig, möglichst von einem der führenden anwesenden Zionisten über diesen Punkt eine Erklärung zu bekommen, denn danach müssen wir uns in der Abstimmung richten. Vorsitzender De. Apfel: Die Rednerliste wird, weil die anderen Herren Wegreisen mußten, nunmehr von Herrn Lehrer Stein geführt. Ich respektiere keinerlei Wortmeldungen, die nicht schriftlich an mich" gelangen. Lehmann-Hanvover: Ich habe darauf zu erwidern, daß in der Verständigungssitzung, in der Sitzung, die anberaumt war, um eine . Verständigung zwischen Zentralverein und Zionisten zu erzielen, bereits am 4. März über diese Dinge gesprochen worden ist, und daß dort von zionistischer Seite erklärt worden ist: da der Centralverein, also alle Kreise, die-sich um ihn gruppieren, diese unsere ursprüngliche Forderung, daß nur diejenigen zum Kongreß -wählen sollen, die sich auf den Boden des Bekenntnisses zum jüdischen Volk stellen, nicht gutheißt, geben wir diese auf, weil uns daran liegt, einen jüdischen Kongreß in Deutschland zusammenzubringen, von dem wir glauben, daß er doch positive Mfgaben genug hat. ffiir haben dann

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