Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 2 (5.1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 191 (sequence 167)
- Language
- German
- Belongs to
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4- 191 wir können über Einzelheiten des Referats nicht sprechen. Ich bin dafür, das, was wir auch noch einmal gedruckt vor uns sehen werden, in uns nachklingen und dann auch zur Tat reifen zu lassen und dann, wenn wir über Erfahrungen und über Versuche berichten können^ diese Thesen in die Tat umzusetzen. Dann können wir beim nächsten Delegiertentag darüber reden. Vorsitzender vr. Apfel: Sie stehen jetzt vor der Abstimmung. Eins sage ich Ihnen aber gleich: wie Sie abstimmen, so wires gehalten. Ich bitte deshalb von vornherein, daß mir nicht von den Gegnern des Abstimmungs-Resultats irgendwelche Vorwürfe entgegenschallen. Wir kommen nunmehr zur Abstimmung. Wer dafür ist, also für den 'Schlußantrag mit der Motivierung, daß mcn den Eindruck nicht schwächen wolle, den bitte ich, die Hand zu erheben. — Ich bitte um die Gegenprobe! — Der Antrag ist abgelehnt. Wir treten in die Erörterung ein. Ich darf wohl feststellen, daß es Ihr einstimmiger Wunsch ist. daß die 10 Minuten Redezeit, außer für Referenten, selbstverständlich auch für den weiteren Verlauf der Tagung gilt. (Zustimmung.) Ich höre keinen Widerspruch. Nun ist noch die Frage zu prüfen, wie wir prozedieren wollen, ob wir die Diskussion über die verschiedenen Thesen verbindew-oder nicht. Ich selbst bin unbedingt dafür, sie zu verbinden, weil die Thesen aus einem einheitlichen Geist geboren sind. (Zustimmung.) Ich darf Ihr Einverständnis hiermit feststellen. Lehrer Stein-Berlin (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren, wir treten jetzt in eine Debatte ein. Es wäre doch sehr anwbracht, wenn möglichst viele Pedner zu Worte kommen würden, ch möchte deshalb im Anschluß 'an die gestrige Vereinbarung Sie mitten, darüber abzustimmen, daß die Redezeit auf 10 Minuten festgesetzt wird.. Vorsitzender I)r. Apfel: Der Antrag ist bereits angenommen. Vorsitzender vr. Apfel: Es sind folgende Anträge eingdgangen: Zur Geschäftsordnung ein Antrag von vr. Felixbrot-Halle: . „Die Erfahrungen des Delegiertentages haben ergeben, Haß bei der Aufstellung der Rednerliste schon Anmeldungen angenommen worden sind, die vor Beginn der Referate Vorlagen. Ebenso erscheint es mir eine Störung der Redner, wenn während der Vorträge die sich anmeldenden Debatteredner zur Tribüne eilen.' Auf diese Weise kommen alle diejenigen Delegierten nicht zum Wort, die aus Gründen der Ruhe und Selbstdisziplin erst ein Referat vollständig anhören wollen, bevor sie sich zu Worte melden. Der Delegiertentag wolle daher beschließen: Wortmeldungen zu Referaten sind erst nach Beendigung an-unehmen. Zu diesem Zweck möge nach jedem Referate eine Pause von 5 Minuten eintreten." Der Antrag ist sehr wohlgemeint und kommt zweifellos von einem disziplinierten Delegierten. Aber malen Sie sich seine Be-