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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 192

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 192 (sequence 168)
Language
German
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192 folgung praktisch aus! Erstens: die Pause ist unmöglich. Zweitens: Der Wettlauf! Dann können wir ja direkt ein Stafettenlaufen nach dem Präsidententisch veranstalten. Außerdem liegen die Dinge gar nicht mehr so schlimm, weil sich zu diesem Referat nur ein paar Redner gemeldet haben und weil bei den nächsten Punkten der Tagesordnung meines Erachtens die Zustände Don gestern sich nicht wiederholen werden. Rechtsanwalt Kaufmann-Mannheinl (zur Geschäftsordnung): Ich möchte den Antrag nur insofern unterstützen, als er betont, daß Meldungen zur Debatte erst nach Schluß der Vorträge entgegengenommen werden. Ich habe mich gestern früh gemeldet und bin abends um 7 Uhr zu Worte gekommen. Ich habe heute unmittelbar nach Beginn des Vortrags mich gemeldet und komme erst wieder später zum Wort. Ich will nicht von mir auf andere schließen. Aber es gibt eine ganze Anzahl von Rednern, die auch gern sprechen tvürden; die kommen auf. diese Weise überhaupt nicht zum Wort. Es muß das eingehalten werden, daß erst nach Beginn der betreffenden Vorträge die Rednerliste eröffnet wird. Es ist nicht angängig, daß sich vorher schon so und so viele Redner melden und dadurch einfach Leute, die hi^r unbedingt etwas zn sa.ien haben, garnicht zu Worte kommen können. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich möchte bemerken, Herr Kaufmann, Sie kommen als fünfter Redner heran; das ist nicht so gefährlich. (Rechtsanwalt Kaufmann: Ich habe nicht für mich gesprochen, sondern für die anderen.) Heilbronuer-Halle: Meine Damen und Herren, ich hatte gestern den Antrag ebenfalls eingebracht und begründet und auf Wünsch unseres verehrten Herrn Vorsitzenden zurückgestellt. Herr- Dr. Apfel sagte gestern, er ist gut gemeint, stellen Sie ihn zurück, es kommen alle Redner zum Wort. Ich hatte da nicht für mich gesprochen. Aber Freunde von mir, die sich 5 Minuten nach Beginn des Referats gestern zum Worte gemeldet haben, sind nicht mehr zum Worte gekommen. Meine Damen und Herren, so schön es ist, daß wir all die großen Kanonen hören, wie sich Herr Dr. Apfel gestern ausgedrückt hat, es wäre auch ganz interessant, einmal ab und zu eine kleine Kanone zu hören. (Sehr richtig!) Das ist unmöglich, wenn sämtliche Juristen, denen ich gewiß nichts Böses nachsagen will, zur Tribüne eilen und sich vorher melden. Wir mit unserem beschränkten Untertanenverstande wollen erst hören, was gesagt wird, und dann erst wollen wir erwidern. Wir wissen nicht vorher, was gesagt wird. Deshalb möchte ich auch den Antrag für zukünftige Tagungen empfehlen- Vorsitzender Dr. Apfel: Ich möchte erwidern, es sind gestern nicht nur Kanonen zu Worte gekommen, sondern es ist auch erheblich mit Revolvern geschossen worden. (Heiterkeit.) Ich glaube, wir werden schon so durchkommen. Dann liegt ein Antrag Guttmann-Chemnitz vor, der aber zu dieser Sache unmittelbar nicht gehört, der, soviel ich ihn im Moment überblicken kann, ein Eintreten für die bessere Besoldung der jüdischen Lehrerschaft fordert

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