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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 98

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 98 (sequence 74)
Language
German
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98 differenz bedeutet, wird er sei»« Daseinsberechtigung verlieren. Auch das Judentum in Deutschland steht mit der Trennung von Staat und Kirche vor seiner Schicksalsstunde. Die Lauen und Flauen, die uns innerlich längst verloren waren, werden sich von uns trennen, und es ist auch nicht schade um sie. Diejenigen aber, die wirklich noch jüdischen Geistes sind, gilt es beim Judentum zu erhalten, bei einem Judentum, das ihnen Lebensinhalt und Austüirkungsmöglichkeiten bieten soll. Sorgen Sie dafür, daß diese Jugend immer bei «rrns bleibe. Vorsitzender vr. Apfel: Es ist ein Antrag eingegantzen: „Die Lerbandsvereine erstreben: ' 1. Die Pflege des bewußten Judentums, 2. Vermittlung jüdischer und deutscher Kulturwerte, 3. Die'Erziehung zur staatsbürgerlichen Pflichterfüllung, 4. Einfluß auf die sittliche Führung und Förderung der körperlichen Ertüchtigung der Mitglieder." Soweit es zu lesen ist, ist der Antrag unterschrieben von: Richheimer, Stuttgart, für den Württembergischen Landesverband. Dann scheint darunter zu stehen: Ludwigshafen, Eßlingen. Krailsheim, Eßlingen, Rabbiner vr. Heilbronner, Nürnberg, Arthur Horwitz für den Bayerischen Zweckverband, vr. Löffler (Frankfurt a. Main), Schwarzschild (Montefiore), I)r. Kaufmann (Mannheim). Weiterer Antrag Gutmann (Chemnitz), Wolfsheimer, Mayer, Heinrich Frank: , 1 Wahlbereckstigt zum Kongreß sind alle in Deutschland wohnenden Juden, die mindestens 2 Jahre vor dem Kriege ihren Wohnsitz in Deutschland hatten und das 20. Lebensjahr vollendet haben. Di\ Kahn-Köln (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren! Ich möchte doch bitten, die Anträge zur Sache selbst bis zum Schluß der Debatte zurückzustellen. Es hat keinen Sinn, daß die Diskussion andauernd durch Verlesung einzelner Anträge unterbrochen wird. Ich bitte also, die Anträge heute abend gemeinsain zu verlesen. Vielleicht ernennen wir eine Kommission, die in der Zwischenzeit die Anträge Prüft und dasjenige herausschält, was wichtig ist, vor allen Dingen diejenigen Anträge zusammenlegt, die vielleicht sachlich dasselbe besagen. Durch das Verlesen der Anträge während der Debatte zerfällt dessen ganzer Zweck. Vorsitzender vr. Apfel: Das ist natürlich nicht möglich. Wenn ein Antrag eingereicht ist, bin ich verpflichtet, ihn zu verlesen. Ich richte aber die Mahnung an die Delegiertenversammlung, nicht so viele gleichlautende Anträge einzureichen. Rechtsanwalt vr. Krombach-Essen: Meine Damen und Herren! Zunächst ein kurzes Wort zur Kongreßfrage. Ich glaube, daß wir «nA hierzudie. Debatte ersparen können, weil über die uns vorgelegtrn Anträge knstirmnigkeit oder annähernd Einstimmigkeit besteht.- MAL Erörterung bedarf wohl «ur noch die Frage, ob man auch den in. DenHchkenst wuhnenim» ausländischen Juden, richtiger denjenigen- Jude», di» nach nichddas Bürgerrecht bei uns erhalten

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