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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-03-01 · 1 (3.1919) · p. Seite 19

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
1 (3.1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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19 «bicl .Der heilige Berg" t kann!, Herr Leo Lern, sprach »..et „Dre Entwicklung der modernen Za h I u n g s m i i * c 1". VI n Klassikerabenden lasen wir mit. »erteilten Rollen .Nathan der Weise" ur.fr «Goethes „F a u st«, jeweils erläutert von einzelnen Mitgliedern. Stoff für Lese- und Diskussionsabende boten, uns die Broschüre von Hilmar »2>t'c Juden und der Weltkrieg", die Rede des Herrn vr. Löffler, gekalten auf der erweiterten Vorstands-Derbandssitzung in Berlin. Zeitungsartikel und Aufsätze jüdischen und allgemeinen, in den ereignisreichen letzten Wochen besonders auch militärischen und politischen Inhalts. Ein Abend war dem Andenken des verstorbenen Professors Hermann Coden,. Marburg, gewidmet. Einzelne Themen, die uns für unsere lugendlichen Mitglieder nicht besonders geeignet erschienen, behandelten wir' an dem Abend, der einmal ,m Monat den Mitgliedern über 18 Jahre Vorbehalten war. . Die Beteiligung an den allmonatlich angcsetzten Wanderungen war so groß, daß wir uns veranlaßt sahen, zwei Gruppen zu bilden, eine ältere und eine Jugend-Gruppe (Mitglieder unter 18 Jahren); wir arbeiteten uns eine Wanderordnung aus, die u. a. die Bestimmung enthält, daß die Jugendlichen außer ihren Führern zwei weitere aus der Gruppe der älteren zu wählen haben. Nachdem wir in den letzten Wochen durch die Maßnahmen der Delatzung am Zusammenkommen verhindert waren, ist es uns jetzt gelungen, die Erlaubnis zu unseren wöchentlichen Versammlungen zu erhalten. Zusammen mit unseren aus dem Felde glücklich zurückgekehrten Mitgliedern wollen wir trotz der traurigen politischen Lage die Hoffnung aus eine bessere Zukunft nicht sinken lassen. Landsberg a. W. Nachdem der Bund teils durch Einziehung verschiedener männlicher Mitglieder, teils durch geringes Interesse seine Tätigkeit rin 26. Januar 1915 aufgegeben hatte, nahm er diese am 39. Oktober 1918 unter der Leitung eines neuen Vorstandes wieder auf. In den regelmäßig jeden Mittwoch abend staltfindenden Sitzungen wurden Referate, denen sich teilweise auch Aussprachen anschlossen, und Vorlesungen gehaltcit. Von den Referaten sind zu erwähnen: Herr Louis Liebert: .Juden in der Ukraine". — „Vergleiche der Revo lutionen 1790, 1 8 48, 191 8",— Herr Rabbiner Dr. Elsaß: 5 Referate über .Judentum und Christentu m". — Herr Kürt Lcwin : „M eine Erlebnisse während der Rcvolutionstagc in Berlin". — Herr Samuelsohn: .Zionismus". — Ferner wurde mit verteiltem Rollen der t. Akt aus „Nathan der Weise" gelesen. , . ” An den ernster Arbeit gewidmeten Teil schloß sich stets ein gemütliches Beisammensein an. Ferner veranstaltete der Verein ssin Chanukkafeier, die von 86 Personen besucht war und deren Ausführungen noch einmal für dt« außtrordentlichen Mitglieder und deren Angehörige, im ganzen etwa 78 Personen. wiederhol« wurde. Wir hatten kaS Vergnügen, an jedem Sitzungsabend einen großen Teil der hier eingezogenen jüdischen Feldgrauen, die sich rege mit Interesse an den Arbeiten beteiligten, als willkommene Gäste zu begrüßen Der Verein zähl» 55 orden'lrche und 61 außerordentliche Mitglieder gegen 29 dezw. 34 Mitglieder in den früheren Jahren.

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