Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 1 (3.1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Di« Sitzungen selbst werden durchschnittlich von 45 Mitgliedern besuch,, wie überhaupt ein weit regeres Interesse gegen früher festgestellt werden kann Offenbach a. M. Seit einigen Monaten bat unser Verein seine Frie densardeit mit Nachdruck wieder ausgenommen. Unter reger Anteilnahme der Osfenbacher jungen Damen, die während der Tfjährigen Zeit ihrer Mitglied schaft zu unserem Verein diesem ersprießliche Arbeit leisteten, halten wir weiter regelmäßig religions-philosophische und hebräische Kurse, sowie Vortrags- und gesellige Abende ab, wobei wir stets den größten Teil der Offen bacher jüdischen Jugend begrüßen können. Wir betrachten cs alunsere vornehm st e Pflicht, jeglichen Klassenunter schied zu bekämpfen und den Zusammenschluß der jüdischen Jugend und deren Geselligkeit mit einfachen Mitteln zu erreichen, um im Geiste der jüdischen Religion und Ethik das jüdische Selbstbcwußtsein in jedem Einzelnen zu stärken. Wir' konnten zu unserer Freude feststellen, wie die aus dem Felde und fremden Garnisonen zurückgekehrtcn feldgrauen Freunde sich in unserer Mitte heimisch fühlen und in jeder Weise ihre Freude ül>cr die gute Organisation unsere? Vereins zum Ausdruck bringen. Zu Veranstaltungen größeren Stils, die wir in der letzten Zeit anläßlich jüdischer Feste begingen, ebenso zu Vorträgen bekannter jüdischer. Persönlichkeiten hatten wir die älteren Mitglieder unserer Gemeinde» die zum größten Teil zu den passiven Mitgliedern unseres Vereins zählen, ein- - geladen, um damit die Beziehungen zur hiesigen Gemeinde zu festigen. Es würde zu weit führen, all die Veranstaltungen, an denen mitunter Über 400 Mitglieder unserer Gemeinde teilnahmen, einzeln zu erörtern; es sei Mlr^kru'ähnt. daß nur als Ergebnis eines im. Juni v. I. in den herrlichen Festräumen unseres neuen Gemeindehauses -veranstalteten musikalisch deklamatorischen Abends der Offenbacher Kriegsfürsorge den Betrag von 3 5 0.— M. überweisen und den gleichen Betrag unserer Feldpost - Liebesgabcnkasse zusühren konnten. Von den Vorträgen der letzten Zeit nennen wir: Herr Justizrat TV. Goldschmidt, Offenbach a M.: -Zur Bekämpfung des Antisemit > smus"; j Herr Referendar Erwin Seligmann, Frankfurt a. M.: „Von de^i Zukunftsaufgabcn der jüdischen Jugend"; £crr Alfred Strauß. Offenbach a. Mi „Kriegswirtschaft und llebergang s!w i r t s cb a f t". Demgegenüber sind es bei unseren alle 14 Tage stattfindenden geselligen Abenden unsere aktiven Mitglieder, die die Unterhaltung durch musikalische und deklamatorische Darbietungen bestreite,. Auch Vorträge mit Diskuss-on werden von aktiven Mitgliedern im internen Kreis gehalten. Ztuttgart. Bertbold Auerbach-Verein. Diesmal können wir sehr crireuliches berichten Unser Verein, der inzwischen durch den Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 30. September durch die Am nalune-Möglickkeit auch'von weiblichen Mitgliedern zu einem allgemeinen Jugend verein umgewandelt wurde, zählt jetzt 210 ordentliche i männliche, 130 ordentliche tveibliche und 105 außerordentliche Mitglieder. Danrt -st die größte Mitglicdevzabl seit Gründung des Vereins erreicht; aber auch da- Vcreinslebcn ist neu erblüht. Wöchentlich finden 1—2 Vereinsabende statt in denei teils kleinere Referate nur für die ordentlichen Mitglieder stattfinden, leils große Vortragsabende, zu denen die ganze Stuttgarter Gemeinde Zutritt bat. a',gehalten werden. Von unfern Vorträgen nennen wir: Herr Norbert Einstein „Jüdische Politiker" — vr Lothar Dessauer „Die