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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-03-01 · 1 (3.1919) · p. Seite 18

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
1 (3.1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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' ' '8 - rsegensreichen Einrichtung in Ostpreußen noch nicht durchgejehr zu denn dre Inanspruchnahme der Ortsstelle ist außerordentlich gering. Mit dem einzigen in der Provinz zur Zeit tätigen Schwesterverein in Allenstein unterhalten wir äußerst angenehme Beziehungen. Für das kommende Vereinsjahr, zu dessen Beginn wir mit grvger Freude bereits eine erhebliche Anzahl aus dem Felde zurückgckehrter Freund« begrüßen, haben wir umfassende Vorbereiiungcn getroffen. Der Vorstand, welcher in der Generalversammlung vom 28. Oktober v. I. gewählt ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem den inneren Betrieb im Heim durch Einrichtung weiterer Sondergruppen auszubauen und für eine großzügige Propaganda nacb außen hin Sorge zu tragen.!' Bad Kreuznach. Mit mancherlei äußeren Schwierigkeiten havan wir -m verflossenen Jahre zu kämpfen gehabt — im Januar Hochwasserkata. strophe, im Herbst Persammlungsverbot usw. —, doch hat sich im allgemeinen das Vereinsleben auf der gleichen Höhe des Vorjahres gehalten Der alte Vorstand wurde in der sofort beschlußfähigen Gcneralversammlung am 12. Januar 1918 im Amte belassen; von der Neuwahl eines Ben sitzers an Stellt des Herrn Mosenthal wurde zu Ehren des Verstorbener abgesehen. Die Geschäfte wurden wie im Jahre 1917 von unserer zwc.ten Vorsitzenden geführt, da Herr A. Schloß noch :m Militärdienst stand Leider wurde uns gegen Schluß des Jahres unser erster Vorsitzender A Schloß, kaum nach Hause zurückgckehrt, durch den Tod entrissen; der Verlust ist für unL doppelt schmerzlich, betrachtete er es dach, wie sein :hm im Amte als erster Vorsitzender und im Hcldentode vorangegangcner älterer Bruder als seine eiserne Pflicht, seine ganze Person und sein Wissen in der Dieiiit unseres Vereins, in den Dienst der Judenheil zu stellen. . Die Ha hl unserer Mitglieder beträgt beute 133, gegen 115 im Vorjahr« und zwar 37 männliche, Gf> weibliche; wir habe» 24 Neuanmeldungen bei 3 Ausscheidungen zu verzeichnen. Im Heeresdienste haben von unseren männlichen Mitgliedern 27 gestanden. Unsere Kassenverhältnisse sind auch heule erfreulich. Der Bestand an ierer Btt'liotbek wurde-aus 117 Bücher erweitert durch einige Ncuanschaffun gen. Geschenke und Zuweisungen durch den Verband der Jüdischen Äugendoereiiie. - Außerordentlich befruchtend wirkte auf unser Vereinslebcn die Beteilr gung der im G. H. Ou. anwesenden jüdischen Akademiker an unseren Zusammenkünften; ibnen verdanken wir besonders anregende Vorträge und Diskussionen. Dc^i ersten Vortrag hielt uns Herr Or. Ed. Strauß aud- Frankfurt a. M. über „Jüdische Mystik"; die'Herren Dr. Weil und Pr LöwenrhaI referierten ait einem Abend „Pro vt aoutru Zion ic-mus", Herr Dr; Weil sprach ferner über „Die Entwicklung des Judentums und seine zukünftige Stellung'. Wettere Themen jüdischen Inhalts behandelten Herr Rabbiner Dr Appel Bingen: „Tie Entstehung d e S Talmuds", Herr Kantor und Lehrei Ä. B. Leon. Frankfurt w M.: „Der Menschheilsgedanke im I u d e n t u m" Aus den Reihen unserer Mitglieder hielt Herr Unterarzi Walter einen Vortrag über „W esen und Heilung der Kriegsn eu rose", ferner Herr Richard Marx über „Entwicklung der modernen Artillerie und ihr heutiger Stand". Herr Julian London machie uns durch Vorlesung mit seinem selbstverfaßten Schaui

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