Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 1 (3.1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 mindestens einmal an einem Sonnrag-Nachmitiag oder irgendeinem fest, gelegten Abend der Woche, den besonderen örtlichen Verhältnissen entiprechend. zusammen. Durch Einführung der Selbstverwaltung wird das Interesse der jungen Leute geweckt und werden die Mitglieder oereinstechnisch geschult. So hat die Jugendabteilung ihren eigenen, auf demokratischer Grundlage gewählten Vorstand. Die Verbindung mit. dem öxruptvcrein wird gewahrt durch die Anwesenheit eines H e l f e r s oder ,n .'»er weiblichen Gruppe einer Helferin, öi'e unbedingt bei jeder Zu. , a m m e n t u n f t der Mitglieder, sei es im Vereinslokal, bei Wanberungen oder beim Spiel, zugegen sein müssen und denen die geistige Leitung obliegt. Die Leitung selbst mutz frei sein von allem Schulgemätzen; der Leiter sei der führende Freund und Kamerad. Einen geeigneten Stab von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu gewinnen» die sich der dankenswerten 'lrbeit an der Jugend und für unsere Jugend, die unsere Zukunft ist, widmen, dürfte dem Gruppenleiter nicht schwer fallen. Dabei versichere iich der Gruppenleiter nicht nur der Mitarbeit der Akademiker, sondern er iuche die geeigneten Helfer und Helferinnen gerade aus den Kreisen der Angestellten. Auch unter ihnen gibt es geborene Führer der Jugend, zu!velchen unsere Jugend, weil sie diesen Kreisen gesellschaftlich nahe steht», sich be'onders hingezogen fühlt. Was an den Bereinsnachmittagen getrieben wird, ergibt sich aus dem Zweck der Organisation: Pflege einer edlen' «Geselligkeit, geistige und sittliche Bildung sowie körne r l! ch e Ertüchtigung unserer Jugend. Um Kosten und Kräfte zu 'paren, nehmen die Hauptvereine die jugendlichen Mitglieder kostenfrei in >:e bestehenden Tu'rnabteilungen,.Wunder- und Sportgruppen aus. Mit dem Eintritt in das 18. Lebensjahr werdei^ einsere Jugendlichen ohne weiteres Mitglieder des Hauptvereins. Bis dahin lasse man sie aber auch schon an den Freitag-Abenden teilnehmen. Zweckmätzig dürfte es sein, wenn bei bestimmten Veranlassungen beide «Gruppen oder diese auch mif dem Hauptverein gemeinsam zusammenwirken lz. B. Chanukka- und Purimfeier). An den Orten, wo eS wegen der geringen Zahl der Jugendlichen sich nicht lohnt, besondere Gruppen zu gründen, soll man aber keineswegs versäumen, die wenigen zum Jugendverein heranzuziehcn; hier werden sie als vollwertige, stimmberechtigte Mitglieder deS Vereins ausgenommen. ' Es naht die Zeit der Schulentlassung. Vereine, ans Werk! ES soll >ucht verschwiegen werüen, datz die Einrichtung der Jugendgruppen uns ein grotzeS Matz von Mehrarbeit auferlegt; aber bet der Bedeutung, die den gewissenhaft geleiteten Gruppen in sozialer Beziehung bekzumesfen ist. sollte kein Verein mehr 'in unserem Verbände sein, der sich dieser seiner vornehmsten ureb dankbarsten Aufgabe entzieht. Synagogengemeinden, Logen, Bildungs- und soziale Vereine werden gern bereit sein, diese für da» Gemeindeleben und das Judentum hochbedeutsarne Organisation in leder Weise, materiell und ideell, zu unterstützen. Den grötzten Nutzen aber wird unser« Bewegung davon haben, die aus den Reihen der Jugendlichen ihre besten und treuesten Anhänger gewinnt.