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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-03-01 · 1 (3.1919) · p. Seite 12

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
1 (3.1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Jugcnbpflegc 3ur Organiperung ber jugendlichen. Vorschläge von Lehrer Max Levysohn, Essen. Eine beachtenswerte und erfreuliche Tatsache ist e§, daß die Führer der indischen Jugend sich dessen bewußt werden, ihre Aufmerksamkeit den Jugendlichen mehr als bisher zuzuwenden. Ebenso bemerkenswert ist aber ouck die Feststellung, daß nach etwa zehnjährigem Bestehen des Verbandes der »irdischen Jugendvereine Deutschlands, und »ach einer teilweise noch längeren Lebensdauer der größeren Vereine, io viele Vereine erst heute den Gedanken Ler eigentlichen Jugendpflege in die Tat umsetzen wollen. 06 das Beispiel anderer Organisationen dabei mitbestimmend auf unsere neutralen Vereine eingewirkt^hat, soll hier nicht untersucht werden. Genug, das.Bestreben. Jugendgruppen zu bilden, um den Nachwuchs für unsere Jugendvereine zu sichern, ist in stärkerem Maße in Erscheinung gereten, und dieses erfreuliche Bestreben verdient die weitgehendste llnteritützung und Förderung unserer Vcrbandslcitung und aller dazu berufener Organe. Dabei ist die Sicherstellung dcS Nachwuchses für unsere Vereine nur von untergeordneter Bedeutung. Mit der Organisation unserer junge« Zuden und Jüdinnen gilt cS. eine leider noch vorhandene Lücke in der <Äesamtorganisation der jüdischen Jugendbewegung auszufüllen. Nur ver- ' lmltnismäßig wenige Vereine Häven bis heute Abteilungen für Jugendliche geschaffen. Der Krieg, der unS die besten Kräfte jahrelang entzogen, hät auch auf diesem Gebiete hemmend gewirkt. Nun gilt eS aber mit doppeltem Eifer nachzuholcn. was wir durch die Not der Zeit versäumt haben »der nicht zu leisten imstande waren. Wir wollen die für unsere Zdealc noch so empfänglichen jungen Menschen sanfmeln und unsere H a u p t. rufgabc nicht länger verkennen. Laßt uns im Rahmen unserer Jugendoereine Sa m me l st ä t te n schaffen für unsere Jugendlichen! Zur Lösung ■v dieser Aufgabe möchte ich, dem Wunscke der Berbaudslcitung entsprechend, einige praktische Vorschläge machen. Zu den Jugendlichen rechnen wir die schulentlassene Jugend bis zu« '17. Lebensjahre. Während unsere Hauptvereine sogen, gemischte Vereine sind, führen wir aus mannigfachen Gründen unsere Jugendabteilungcn getrennt. Aber nur in den größeren Städten, wo Jugendliche in genügender Zahl vorhanden sind, »»erden wir besondere männliche und weibliche Gruppen bilden können. Vor der Gründung setzt sich der Vereinsvorstand zweckmäßig mit dem Leiter der bctr. Volksschule und dem Religionklehrer der höheren Schulen in Verbindung, um die Namen der zur Entlassunkommenden Mädchen und Knaben zu erfahren. Fast ausnahmslos dürste ja die Beziehung zu den Schülern durch die Zugehörigkeit des Lehrers und Rabbiners zum Vereinsvorstande an sich schon gegeben sein. DeS weiteren bitte man die Inhaber der Geschäfte um Angabe deS jugendlichen Lehr- »ersonals, um auf diese Weise di« gesamte Jugend, insbesondere amt - die »rtSfremd«. zu gewinnen. Diese Jugend kommt ollwöcbentlick I

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