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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1918-02-28 · 1 (28.2.1918) · p. Seite 17

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
9 (1918)
Issue
1 (28.2.1918)
Date
1918-02-28
Page
Seite 17 (sequence 19)
Language
German
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— 17 — Verbands-Nachrufen Mit tiefer Betrübnis geben wir dcht Verbandsmitgliedern bekannt, daß Herr Geh. Sanitätsrat Dri Marehki - Berlin am 7. Januar 19i8 verstorben ist. Dieser edle Mann gehörte zu den Mitbegründern unseres Verbandes. Die konstituierende Versammlung am 30. Mai 1909 wurde von ihm im Namen der Großloge von Deutschland eröffnet. Nachstehend geben wir den Schluß seiner Begrüßungsrede wieder: „Vergegenwärtigen De sich den heiligen Moment: die ganz^ -deutsche Judcnheit sieht jetzt auf Sie, von Ihnen,, der Jugend, hi'fft sie die Weiterführung desjenigen Wertes, das wir Alten in unserer Jugend geträumt, gewünscht und erhofft haben und ohnmächtig waren, es in der Gesamtheit durchzuführen. Heute ist durch die Arbeit der Ält.-n ein Boden geschaffen, welcher es ermöglicht, daß die Jugend hoffnungsftoh ans Weck geht, einträchtig und vor allen Dingen von dem Geist' der Freunüschafi, der Liebe, der Zusammengehörigkeit getragen. Und wenii irgendwo ein Mißklang entstehen könnte, was ich nicht hoffe und wünsche, dann vergegenwärtigen Sie sich eins: Sie stehen nicht für sich allein da» nicht jeder Verein steht für sich allein ein, um seine Prinzipien zur Geltung zu dringen, sondern Sie stehen im Namen einer großen Gemeinschaft, die Sie zu respektieren haben unld dererrkEinheit und Einträchtigkeit durch die ganze Welt geht, die Sie auch vollkommen zu beachten und in die Tat umzusetzen haben. Sie "haben neben den Organisationsfragen das eine vor Augen sich zu Hallen: Im Namen der Judenheit stehen Sie .da, um die Ehre des Judentums nach allen. Richtungen zu wahren. Es ist leiider von der Geschichte bestätigt, daß die - Judenheit. wen» es ihr gut ging, nicht immer imstande war, diefeste Einigkeit zu wahren. Machen wir die Lehren der Geschichte zuschanden, daß wir in der Gegenwart treu ausharren zueinander, miteinander int einträchtigen Handeln, um die Ehre deS Judentums zu fördern.' ' Das Andenken dieses warmherzigen Förderers der Jugendbewegung wird in unseren Reihen fortleben. Ein nachahmenswerte» .Beispiel wird uns aup Ehemnitz verichu r,: Herr Zabrlkanl Siegfried Oppenheim aus Garmisch, z.!Zt. Chemnitz, hat unserem dortigen Berbandsvcrein eine größere Summe - gestiftet, die es ihm eruiöglichen soll, sich vier namhafte Redner für Vqrtragszwecke zu beschaffen. Wir sprechen Herrn Oppenheim auch an dieser Stelle für die Vorbild- :icht- Art der zürderuirg unseres Berbandsvereins! „Nieren besten Dank aus.

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