Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 9 (1918)
- Issue
- 1 (28.2.1918)
- Date
- 1918-02-28
- Page
- Seite 18 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Gemeinfame Delegiertentagung des Rt]eimTdlBIDeftf5liTd)en und des westdeut.Hen gerirksverdandes der jüdischen jugendvereine Deutschlands. In Sen so gemütlichen Räumen d^s neuen Jugendheims Düssebdorf fand am Nachmittag des Einweihungstages des Jugendheimes, am 28. Oktober 1917 eine-Arbeilssitzung der Delegierten der im Rheinisch-Westfälischen und Westdeutschen Bezirksverband zusammcngeschlossenen Vcrbandsvereine statt. Es waren vertreten die Vereine: Aachen, Bochum, Köln, Krefeld, Duisburg, Düsseldorf, Elberfeld-Barmens Emmerich, Essen, Gelsenkirchen, Hamborn, Qücrhauscn, Lffenbach, Witten und außer den beiden einladenden Bezirksverbänden der Mitteldeutsche DezirkSverbänd. Hcrr Rechtsanwalt V o h s s e n - Düsseldorf, der die Sitzung leitete, hieß die Vertreter der^angeschlossenen Vereine herzlichst willkommen. In einer Geschäftsordnungsdevatte wurde sodann beschlossen, daß jedem der anwesenden Vereine ohne Rücksicht auf die Zahl seiner Vertreter je eine Stimme zufalle. Als Vertreter des Verbandsvorstandcs überbrachte Herr Landesrabbiner Or. Paul R i e g e r - Braunjchweig die Grüße des Verbandes und die besten Wünsche für eine gedeihliche Arbeit. Er .erstattete sodann einen vertraulichen Bericht über die Tätigkeit des Verbandes und ersuchte die Vereine dringend, dafür zu sorgen, daß die Verbandsmitteilungen allen im Heeresdienst stehenden Mitgliedern regelmäßig zugestellt würden. Für selbstverständlich halte er es, dass die Mitglieder in der Heimat die „Mitteilungen" ausnahmslos fest beziehen. Es sei eine Ehrenpflicht der Vereine und Mitglieder, durch festen Bezug der Mitteilungen dem Verband die Sorge um das weitere Erscheinen der „Mitteilungen" zu nehmen. Heut« seien die Berbandsmitteilungen oft das einzige Band zwischen Vereinen und Mitgliedern, und es müsse dafür gesorgt werden, daß dieses Band ein starkes sei. Bedauerlich sei eS, daß di« unbedingte Notwendigkeit des Abonnements noch nicht überall erkannt sei und dass einzelne Vereine noch nicht genügend Wert auf den regelmäßigen Vertrieb der „Mitteilungen" legten. D>e Verbandsleitung sei. eifrig bemüht, die „Mitteilungen" zu einem wertvollen Organ auszugestalten. Zu Chanukkah sei die Herausgabe einer Sondernummer, die allen jüdischen Soldaten zugestellt werden solle, geplant. Der Redner erstattete sodann einen vertraulichen Bericht über den Stand der Verhandlungen in Sachen der geplanten Verständigungsg e m e i n s ch a f i, zwischen. den jüdischen Jugendorganisationen aller Ric^ tungcü. Der Gang der Verhandlungen könne als erfreulich bezeichnet werden. In der darauf folgenden Aussprache gab der letzte Punkt Herrn Albert Kaufmann (Köln) Gelegenheit, nähere Ausführungen über die geplante V e r st ä 'n d i g u n g s g c m e i n s ch a f t zu machen und auf den grundlegenden Unterschied zwischen ihr und den örtlichen „Arbeit»- gemcinschafren" hinzuwcisen. Herr Kaufmann wies auf die in Ham. bürg bereits bestehende „Arbeitsgcmeinsckiaft" hin, von deren Absichten und Tätigkeit er ein anschauliches Bild entwarf. Er empfahl die Tätigkeit der