Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 9 (1918)
- Issue
- 1 (28.2.1918)
- Date
- 1918-02-28
- Page
- Seite 8 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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— 8 — verein soll tunlichst sofort Fühlungnahme mit der in Berlin begründeten „Hauptstelle für Berufsberatung der Juden" suchen und sich in^ Verbindung mit der Ortsgemeinde eine laufende Liste der an dem 1 Orte und in seiner Umgebung offenen Stellen anlegen. Diesen Stellennachweis, der zugleich Berufsberatungsstelle ist. hat die Gemeinde als einen Teil ihrer Kriegshilfetätigkeit anzusehen., Es bedarf Wohl keiner weitläufigen Auseinandersetzung, daß gerade vpn jüdischer Sei» rechtzeitig Vorkehrungen für die jüdische heimkehreihde Jugend getroffen werden müssen.! III. i Ueber das Gegcnseitigkeitsverhältnis zwischen der Gemeinde und ihrem Jugendverein ist sicher noch sehr viel zu sagen, damit aus dem bisherigen Nebeneinander ein Miteinander wird. Damit aber die Bedeutsamkeit dieser Gegenseitigkeit allgemein erkannt wird, ist dreierlei nötig: 1. e i n e statistische Gegenüber st ellung sämtlicher deutschen Gemeinden und ih re r Jugendvereine mit Angabe der Kopfzahl der Gemeinde und des örtlichen Jugendvereins und Mitteilung der Gesamtleistungen der Gemeinde und ihrer Beitragsleistung an den Jugendverein; In dieser Zusammenstellung sollen erkenntlich werden: a) die Gemeinden, in denen keine Jugendvereine sind: b) das Verhältnis der Kopfzahl der Gemeinde zu der desJugendvereins; c) das Verhältnis der, Gesamtleistungen der Gemeinde zu ihrer Beitragsleistung für den Jugendverein. Äiesc Statistik ist sämtlichen größeren jüdischen Verbänden vorzulegen. 2. die Abfassung einer Denkschrift über die Notwendigkeit der Jugendpflege durch die Gemeinde von seiten des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands: Diese Denkschrift soll allen deutschen Gemeinden ausnahmslos zugehen. Jeder Einzelgemeinde ist außerdem ihre Stellung in der Statistik (siehe 1.) besonders mitzuteilen. ^3. die bisherige Form der Begründung von Inge ndvereineni st zu verlassen. Der Verband trete mit allen größeren Gemeinden (deren Kovfzabl mehr als 300 beträgt) ohne Jugendverein durch seinen Sekretär oder durch seine Bezirksverbände in persönliche Fühlung wegen sofortiger Schritte zur Schaffung örtlicher Jugendvereine. Die Ortsrabbiner bez. Gemeindelehrer sind von dieser Fühlungnahme zum Zweck der persönlichen Förderung der geplanten Vereine in Kenntnis zu setzen. Das erstrebte Ziel beißt: Keine deutscheGcmeinde ohn-' Jugendverein!