Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 6 (10.12.1917)
- Date
- 1917-12-10
- Page
- Seite 200 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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— 200 — mus". Diesejlbe Charakteristik kann man auch auf das Judentum übertragen. M-". st: m verstehen, warum gerade Deutsche und Juden verkannt werden; es i,r traurig, da^ osr deutsche, die aus d-.a.sel^en ftrürbc wie wir unter Verkennung zr: leiden haben.!das Unrecht, das an ihnen begangen wrrö, auch uns, ocn Juden, zufugen. Vleileia,: wird manche traurige Erfahrung der Gegenwart läuternd wirken. „In jenest Tagen" wuchs die Zahl der Feinde immer mehr und mehr; die Siege der Juden reizten die Feinde, sie wähnten, daß.mit Menschenmenge alles erzwungen werden könne. „In dieser Zeit" ist die Anzahl der uns bekriegenden Völker immer mehr und mehr.gewachsen; 17 Staaten haben sich gegen uns verbündet. Zusammengeschmiedet wurden unsere Feinde durch gemeinsamen Haß, den Schlauheit und Lüge geschürt. Das unheimliche Wachsen der feindlichen Mächte könnte auch die Mutigsten mutlos machen, wenn diese nicht nützten, was auch einst die Makkabäer gewußt haben, daß nicht die Macht und die Kraft, sondern der sittliche Geist das Schicksal regiert. — Damals war es der Genius des Juda Makkabäus, der die brutale Macht der Zahl vor der idealen .Kraft der Gerechtigkeit zuschanden werden ließ. Hellte triumphiert auch die Genialität unserer Führer, die Geist vom Geiste Judas, des Makkaböers in sichtragen, die Taten vollsührt haben, die auch den Stu npfsinnigsten zum Glauben an den Sieg der Gerechtigkeit führen sollten. Ist nicht der Größte aller Großen, Hindenburg. dessen reckenhafte Gestalt fast sagenumwoben ist, auch ein Genius, in dem strategiscjes und sittliches Genie, wie bei Juda Makkabäus, sich vereinen? I ada, der antike Heros, legte im Anblick der heranstürmenden feindlichen Uebermacht vor seinein versammelten Heere das Bekenntn 3 ab: „Nicht von der Menge der Streitmacht kommt der Sieg im Kric;e, sondern vom Himmel wird Kraft verliehen", und nach dem ruhmreichen Siege gibt er Gott in der Höhe die Ehre. Er wußte, daß ohne Gotteshilfe auch seine Kraft erlahmen würde, er kannte das Wort der H-iligen Schrift: „Ter Herr offenbart sich im Kriege". Hindenburg, )er moderne Heros, ist von demselben gläubigen Sinn erfüllt; er, der geniale Schlachtenlenker auf Erden, schaut demütig empor zu de n himmlischen Schlachtenlenker» dem Herrn, der Heerscharen. Haben die deutschen Heere nicht auch immer und immer wieder erfahren, daß die Gnade Gottes sichtlich auf ihnen ruhte, haben wir nicht andererseits erlebt, wie das göttliche' Gericht sich majestätisch ostenbart? Während ich jetzt diese Worte an euch, ihr tapferen Krieger, richte, vollzieht sich das Strafgericht an dem treulosen Italiens das, durch falschen Glanz verführt, mit dem Makel des Meineids an der Stirn in schwerer Zeit seinen Verbündeten irr Öen Rücken gefallen ist; haben wir nicht das Gottesgericht erlebt,, als in Rußland die Macht gestürzt wurde, die den Krieg heraufbeschworen, dieselbe Macht, die, früher von dem Geiste des Antiochus erfüllt, in ihrem Haß uns mit Vernichtung bedrohte; haben wir nicht eine Stimme des gerechten Gottes vernommen, als das abtrünnige, sittlich zersetzte Rumänien von seinem Verhängnis ereilt wurde? Dieses Volk