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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 178

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
6 (10.12.1917)
Date
1917-12-10
Page
Seite 178 (sequence 18)
Language
German
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- 178 - Scolc bo# Judentums, die wir der Jugend eröffnen wollten. Diese , Seele ober f.inn fiir alle wohrligsten Bekenner nur dos Religiöse sein. Z i, ni religiösen I n d e n t » m wollen wer die fugend erziehen. Die Religion soll wieder dos »ns olle »mscblieszende Bond werden. Zu, Einheit dräng?» wir sie. Es ist trotz des Krieges noch gor viel Porteihoder im Lande. Auch inner- Hold des Judentums. Vei uns hier drous;en hoben sich im Miteinonderleben die Gegensätze verwischt. Wir hoben den Willen, wenn wir wieder in der Heimat sein können, auch dort wieder die hemmendeti Schronken niedcrzureißen. Wenn heute die Bestrebungen, die ein einheitliches Arbeiten für dos Judentum, erreichen wolleü, noch nicht restlos durchgelührt werden können, so vielleicht donn. wenn der Friede uns olle wieder vereinigt. Nicht auf den Weg. den die einzelnen gehen, kommt es an, sondern oui dos Z'el. Tos Ziel ober ist die Erhaltung des Judentums. Die Erkenntnis, dost wir dos Judentum z u c r h o>l t e n hoben, nennen wir dos j ü d i s ch c B c - w u n t i e i n. Wer dos Judentum erholten will, wird 'ich zu jeder Stunde und in jeder Loge zu ihm bekennen und für es eintreten. Nun ist ober die Pflege des jüdischen Bewusztseins im Einzelmenschen nur eine Deiloufgobe. Dir wollen die Erhaltung des Judentums. Dazu ober genügt es nicht, dos; der einzelne vom Willen zum Judentum ersüllt ist, sondern dieser Wille muß Gemeingut der Eesomtlvit werden. Deshalb Hot sich die jüdische Jugendbewegung in jüngster Zeit ein Ziel gesteckt, dos weit über ihre eigentlichen Ausgaben hinousgreifti Von der Jugend aus soll eine Verjüng u n g , eine Erneuerung der gesamten jüdischen W e l t e i n s e tz e n. Und dos soll nicht nur in der Weile erreicht werden, dos; die Jugend mit dem ollinöhlichen Aelterwerdqn den Geist, der 'ie ersüllt. weiterträgt, sondern es sollen schon jetzt die CrgoniiotionenderAelterenbeeinflusztwcrdenjouch ihrerseits den jüdiickien Gedanken, von dem » N i c r e Jugend bereits beute getrogenist.in ihrenReghen d ii r ch z u i e tz e n. Vielleicht mögen uns viele dielen Gedankt» als jugendliche.Kühnheit ouslegen. Dem ober ist nicht so. Wir glauben l vielmehr, dos; dann, wenn die Aolteren sehen, wie begeistert die Jugend '! für die jüdischen Ideen eintritt, auch sie nicht zurückstehen werden, jo, daß es für sie nur dieses Hinweises bedarf, um die Erreichung dieses : Zieles mit oller Macht ebenfalls onzubohnen. Tenn vielfach ist jo die Ansicht vertreten, dost gerade bei 'er Jugend dos jüdische Interesse fehlt und dos; olle Versuche, es wieder.zubeleben, vergebens seien. Eine G e s o m t o r g o n io t i o n der deutschen Juden zu erreichen, die nicht nur jüdische Interessen vertritt, sondern auch die Einzelverbände zur Pflege des jüdischen Bewußtseins o n h ä l t. dos i st heute dos h e ch st e Z i e l u n s e r e r S r g an > i o t i o n. Möge keiner der'Vcr- 'f wirklichung dieses Planes unnötigen Widerstand entgegensetzen, niögen olle, die dos Judentum lieben, sich »ns onschließen! Wir lind willens, den höchsten Beweis für die innere Lebenskraft des deutschen Judei» tums zu erbringen. Eine Voraussetzung des Erfolges unserer Arbeit

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