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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-12-10 · 6 (10.12.1917) · p. Seite 175

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
6 (10.12.1917)
Date
1917-12-10
Page
Seite 175 (sequence 15)
Language
German
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i - 175 - niemer selbstischen Interessen werden, die meinen religiösen Aufgaben verwechseln und Immer und bei jeder Gelegenheit soll ich und als Juden^ prüfen, ob ich noch würdig bin!, reiches zu tragen. Zu dieser Prüfung aber Interessen meines persönlichen Selbst klar u meinen religiösen Herzenspflichten, und daß mich kommen lasse in der Vermischung diese, aufgaben. Die Demut wird mir auch hier de beit erhellen. > ich nimmermehr mit thermischen darf, mich als Juden füllen das Joch des Gotiesgehört es, daß ich die ud sicher abgrenze oon ich keine Heuchelei iber verschiedenen Lebens- Weg zur Bescheiden- Was die Demut vor Gott für unsere Religiosität bedeutet, dasselbe ittlichen Lebensder Bescheidenheit uns der Demut zur Besind. wn unserer religiösen sorgen. a l m u d das jüdische bedeutet endlich die Bescheidenheit für unseren s Wandel. Liebe Dringe Freunde, lasset nach streben, lasset von der religiösen Grundkraft scheidenheit uns hinführen, und wir sichern uns unser bürgerliches Dasein in unserem Staate, in unserem Vaterlnnde. Lasset uns nicht darauf achten, oE», diejenigen, welche uns richten wollen, in sich selbst Bescheidenheit hohen oder nur in Selbstgerechtigkeit befangen Lössel uns nur auf uns selbst achten und Demut aus für Unsere bürgerliche Sittlichkeit Unter den Momenten, mit denen, der T Wesen charakterisiert, steht neben der Barmherzigkeit und der Liebes Pflicht: die Schamhaftigkeit. Noch niemals sind das Mitleid und das soziale Mitgefühl als die Eigenschaften der jüdischen Seele bestritten worden.! Aber auch die Schamhaftigkeit ist eine Grundkräft unseres Wesens. ' Ohne sie hätte die jüdische Familie nicht entstehen, noch bestehen bleiben können. , Auch d i e Schamhaftigkeit ist eine Wurzel her B e s ch e i d e n h e1 i t. Je sorgsamer wir sortän die Schamhaftigkeit pflegen werden im Geschlechtsleben, desto leichter wird es uns auch werden, sie überzrpflanzen in die Bescheidenheit, die im Grunde nichts anderes ist vor mir selbst, wie vor federn Mitmenschen als die Schamhaftigkeit, durch trelche die natürliche geschlechtliche Liebe nach der tiefsinnigen Dichtung, unseres Goethe in der!„Trilogie der Leidenschaft" zum „Frommsein" wird. So laufen auch bei Goethe^glle Faden des Menschlichen in „die Nähe Gottes" zusammen. Wohl uns deutschen Juden, daß wir in Unserer höchsten selbst einen solcher: Halt haben für unsere Religiosität. Poesie

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