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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-11-01 · 5 (1.11.1917) · p. Seite 152

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
5 (1.11.1917)
Date
1917-11-01
Page
Seite 152 (sequence 24)
Language
German
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— 152 — namentlich im »3 schienen.*) ub' und in den .Neuen Jüdischen Monatsheften* ct* VII. Das Glaubensproblem. Höher aber noch als die obengenannten Gedankengebiete ist und bleibt das Religions-Proglem. weil es einem jeden von uns am nächsten geht und an seine Seele rüttelt. Die religiöse Frage ist namentlich während des Krieges sehr vertieft worden und ist jedem zum inneren Bedürfnis geworden, weil man in den schweren Stunden des Lebens oft Gelegenheit hatte, sein Verhältnis zu dieser geivaltigcn Frage zu revidieren. Dieses Problem soll und mutz häufig iy den Jugendvereinen behandelt werden. Datz dies mit dem nötigen Tajkt und mit dem gebotenen Zartgefühl geschehen muh, braucht wohl nicht gesagt zu werden. Wir denken an das Problem i» seiner grotzzügigen Totalität, als ethisch-psychologische Frage, losgelöst von jeder Partcischablone und jeder einseitigen Richtung. Eine interessante Erscheinung auf diesem Gebiete ist die vor kurzem erschienen« Schrift von r>r. Walter Rathenau: .Meine Glaubcnsstreitschrift" (Verlag S. Fischer, Berlins Man darf sie aber nur als Symptom der Zen und als pinchologisches Material, nicht aber als Grundlage für jüdische Denker betrachten. - In grötzcren i Vereinen ist es wohl angebracht,-Referate über diese sehr geistvolle Schrift zu halten und Diskussionen daran zu knüpfen. Nur müssen die Diskussionen in den gebotenen Grenzen bleiben und alles streng vermeide», was irgend eine Richtung im Judentum verletzen könnte. Ein tieferes Eingehen auf dieses Problem aller Probleme ist stets fruchtbar untz wirkt anregend, lieber diese Broschüre sind viele Artikel in den jüdischen Wochenschriften erschienen und wir nennen besonders hie Artikel >m ..Israelitischen Familienblatt" Nr. 27 und in der .Allgemeinen Zeitung der Judentums" Nr. Auch der Artikel „Religion und modernes Leben" i« .Israelitischen Faniilieiiblall" Nr. 2g vom lg. Juli gehört zu diesem Thema und bietet manche Anhaltspunkte für die Diskussion. l "VIII. Tie Diskussion. Die Diskussion iit tue Ernte des Vortrages und sie kann' den Wert de» ganzen Abends ungemein erhöhen. Nur mutzsie Gedanken a u s t a u s ch und nicht Redeschlacht sein. Diskutieren heitzt erörtern und nicht kritisieren und kämpfen ohne Veranlassung. Der Beruf der Diskussion ist z» *) Um diese Arbeit m1jt zu sehr auszudehnen, haben wir eS vermieden, sie mit z» viel Lrreraturanzaben »u belasten. TaS Verzeichnis erhebt alsq nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Aic erklären uns aber gern derart, den Iagendoereinen genaue Aufstellungen und orientierende Hinweise zu geben. Die Redaktion.

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