Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 5 (1.11.1917)
- Date
- 1917-11-01
- Page
- Seite 151 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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— 151 — nsüfiert, wie groß der Einfluß von Judentum und Deutschtum auf einander ist, wieviele gemeinsame Geschicke sie haben und wci ihre Stärke und ihre schwäche liegt. Man vei suche dann zum Schluh eip Bild der Zukunft zu malen, lasse aber seine Phantasie nicht zu weit gehen!, sondern stütze sich auf Tatsachen, auf soziale und geschichtliche Lehren oder! wenigstens auf Wahrscheinlichkeiten. 2. Die Sozialisi Kriege, wo der Einzelne »uch zu Hause sich deql erung des Lebens. ^>n einem so gewaltigen nur Wert hat in Reih ut»d Glied und wo alles groben wirtschaftlichen Probleme unterordnet, mutzte der soziale Gedanle die Gemüter beherrschen^ Das ganze Leben ist Organisation beteiligt., sozial weitergearbeitet Als Resultat dieser Strömung liegen vorläufig und die jüdischen heute sozialisiert, und jeder ist an dieser gewaltigen Die Frage, wie weit noch innerhalb des Judentums »erden kann, liegt nahe. vor: die jüdischen Zentralen für BerstfSwahlberatung hlfahrtSgemein schiften. Man wird auf die spezifisch-jüdischen Behältnisse eingehen müssen und Nachweisen, dah man hier nicht mit'der allgemeinen Schablone fertig wird. Man wird prüfen müssen, wie weit bjie Be«inflüssung der Berufswahl! für Akademiker, Kaufleute, Handwerker ünd F :auon möglich und nützlich jift, wie weit die Wohltätigkeit zentralisiert weiden kann, ohne dah ihr jüdischer Charakter darunter leidet. * Eine spezifisch-jüdisch!? Sozialismus der Bibel, heute nur von Sombart worden. Aber die neuest Abhandlungen in den Fvl gleiche auch für jüdische Z sehr einseitig und nur m wieviel sie ihr zu geben r schichte, die Literatur' und sich daraus viele Themen Literatur gibt eS hier nijr auf dem Gebiete de» H)ie jüdische soziale Struktur des Mittelalters ist bis und in einzelnen Essays von anderen bearbeitet Erscheinungen der Fachliteratur und die vielen chzeitungen allgemeiner Ngtur dürften durch Beovecke nutzbar gemacht werden. Sombart ist übrigens it grotzer Vorsicht zu genixtzen.! 3. Der jüdische Osten. Die Sphinx des jüdischen Ostens ist uns durch den Krieg wie mit einem Zauberschlage nähergerückt. Wir müssen uns mit ihr befassen, weil sie eine jüdische Welt ist.^ Wir haben zu prüfen, wieviel die deutsche Judenheit mit dieser Ostjudenheit gemeinschaftlich hat. nd von ihr zu empfangen hat. Wir haben die Gedie Natur dieser Ostjuden! zu studieren. Es lösen ab über die politische, soziqle und sittliche Lage der östlichen Judey, über ihr: religiösen und kulturellest Formen und ihre Zukunft und ihre Rolle in Europa. Die Schriften vost Birnbaum, Goldmann, Meisel, Rosenfeld, Bernstein, Gothein, Trietzsch u. a.!m. geben Auskunft über öie politische und soziale Lage. Ueber einzelne Fragen sind viele Aufsätze