Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 3 (1.7.1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- Seite 90 (sequence 26)
- Language
- German
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«:ner jüdischen Jugcndkompagnfe lehnten wir ab, da wir mn <delcintragen des konfeifionellen Moments in die militärische Jugendpilege ::iifü für richtig hielten. Die Veranstaltungen waren durchweg gut besucht. An Massenbesuch lag uns weniger, als an intensiver Arbeit in klcsnen Gruppen. Die Bildung kleiner Kreise haben wirnach Möglichkeit gefördert. So trafen sich zum Beispiel eine Reihe älterer Mitglieder allmonatlich zur Aussprache übe: jüd-.icke Fragen. Gin anderer Kreis hatte sich, auf jüdische Zeitschriften «'darunter: „Sit und West". ..Der' Jude". „Neue jüdische Monatshefe" abonniert und ließ diese zirkulieren. Spielte sich unser Vereinslebcn hauptsächlich in Gruppen ab, so veran- . Kalten wir docb, um hcn Zusammenhang zu wahren, iiw Hauptvercjn von Zc:t zu Zeit gemeinsame Veranstaltungen, so die Freitagabende, von denen ich schon berichtet habe. Purim und Chanuk^ah ließen wir nicht vorübergebcn phnc mufikalifcb-dcklamatoriichc Abendh verangtaltct oder einen rben. Die große jüdische Öffentlichkeit luden wir in munter in ein hiesiges Gesellschaftshaus zu eine: Vortrag geboren zu ba jedem der drei. Krieg rößercn N a ck m i r t < g s u n t e r h a l t u n g zugunften.-^nsercr Feldposistelle. Die Veranstallu namhafte Künstler sich Rcbrcre Vaterland den jüdischen Soldaten Machte sich schon w:r unter p f I e.g e k u r s u s , mit ngcn brachten den erhofften Gewinn, um so mehr als in den Dienst der guten Sache gestellt hatten, sche Abende brachten unsjdie Mittel, dem Roten Kreuz namhaste Sumrrcn zuzufübrcn. Unsere Veranstalt: ngcn fanden im Heim der Loge statt. Nach dem Minier des J. J.-B. Girlitz stellten wir unsere Räume nach Kriegsausbruch als Soldatenheim zur Verfügung, im ersten Kriegsjahr der Mangel an geeigneten Fübrcrn stark bemerkbär. so drohte dieser Mangel im zweiten Kriegsjahre unsere Arbeit srillzulegm. Als wir diese Gefahr erkannten, veranstalteten den älteren Mitgliedern einen Führer- und Jugenddessen Erfolg wir. sehr befriedigt sind. Eine Reihe von Mitgliedern der Ljige, des Zentralveretns des K. C., sowie Mitgliede. anderer Lrganisationen und ältere Bundcsmitglieder stellten uns ihre Dienste zur Verfügung io daß wir auch über diese Klippe der Kriegsze gar binwcgkamcn. Was die Organisation anbctrifft, so konzentrierten wir die gesamte Arbeit in die Hände möglichst weniger, die dann stets über alles auf dem Laufenden waren. Auf die persönliche Werbetätigkeit legten wir großen Wern Dir besuchten d^e Chefs jüdischer junger Leute, Angehörige unserer Mitglielwr und veranstalteten ip jedem Winter einen Elternabend. T«m Provinzialverpand^ für Jugendpflege schloffen wir§ uns an. Unsere Wandergruppe bekam dadurch eine bedeutende Fahrpreisermäßigung bei Wanderfahrten zugestanden. Auf Anregung des! Verbandes forderten wir nach Hamburger Muster die anderen jüdischen Jugendvereine unserer Stadt aus. sich mit uns zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen. Die A.-G. soll vor allen Dingen verhindeijn, daß der inner-jüdische jfampf nach dein Kriege wieder ausbricht. Bestehen zwischen zwei Jugendvereinen wirkliche Streitigkeiten. so muß versucht! werden, sie unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zu regeln.^ Bei Anfeindung von außerhalb soU die A.-G. die gesamte jüdische