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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-07-01 · 3 (1.7.1917) · p. Seite 86

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
3 (1.7.1917)
Date
1917-07-01
Page
Seite 86 (sequence 22)
Language
German
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— 86 — wachsen, „doch Gott chewahrs vor Klassenhab, vor Rassenhaß und Massenhaß und derlei! Teufclswerken!" Die lebhafte Aussprache, die sich an den Bericht knüpfte, bewies die ernste Anteilnahme des Zuhörerkreiscs an unserer Arbeit. Man- ■ cher Irrtum konnte aufgeklärt, nianches Vorurteil konnte gemildert, mancher Zweifel an der Berechtigung unserer- Tätigkeit konnte beseitigt werden. So darf ich hoffen, daß die Erkenntnis des Wertes unserer Bestrebungen gerade durch die Eisenacher Tagung eine wesentliche Förderung erfahren hat. Ich bin stolz, daß ich an meinem kleinen bescheidenen Teile für den geliebten Verband ein wenig habe mitwirken dürfen. Laiidesrabbiner I>r. R i e g e r - Braunschweig. wie kommt tiefer JugenbDerein über die Kriegszeit t)inn?eg?*) «Werte und D inte an unsere Vorsitzende und Mitarbeiter.) Lieber Freund! | ( 2:e schreiben mir.! Sie hätten den Bericht gelesen, den ich in Ar. 8 ,'Jahrgang 6,") der .Mitteilungen" veröffentlicht habe. Tic können j-:Doch meiner optimistischen Auffassung nicht anschließcn. daß. »rvo ein Wille in, auch ein Weg sei". Gerade an Ihrem Orte liegen die Verhältnisse so verwickelt, gcradedoct seien ahnen in besonderem Maße viele Hindernisse in den Weg gestellt, die li: gedeihliche Fortführung der Arbeiten des I. J.-Bi-art behinderten. M<in l. Freund. Hindernisse sind dazu da, um überwundcn! zu werden. Oi st dann steht Ihr I. I.-B. auf der Höhe, wenn er not aller Tckwierigkei <fn zielsicher arbeitet. Die Meinung, daß die Schwierigkeiten gerade be i ü m die größten sind, hat jeder I. J.-B. von sich, unc die Verbandsleitung kefnn Ihnen ein Lied davon singen, wie unbegründet ori diese Klagen sind. Dort, wo man von Anfang an entschlossen war, die. .'irL'eit nicht stocken zu fassen, ist man über die Kriegszeit überall gut hin- 'wcggckommen. Auf Lstundmeiner Tätigkeit im Vorstand eines unserer Iugendvcrcine und auf Grund mir vorliegender Berichte, will ich Ihnen und Ihren Mitarbeiter, ein kleines Bild zeichnen, wie der Jüdische Jugend- Bund X. <I. J.-B.) übw den Krieg hinwegkam. *) Ten vorstehenden Brief empfehlen wir der besonderen Aufmerksamkeit oller derer, die unseren Jugend, ereiuen durch praktische Arbeit über die Schwierigkeiten dieser Zeit hinweghelfen wollen. ' Wir möchten zwei Hi,weise der Briefes besonders heroorhcben: t. .Es müßte an vielen Orten-möglich sein, die Räume der Jugendvereine den iüdischen Soldaten als Eoldatenheime zur Verfügung zu stellen.' 2. .Es ist die Pllicht sämtlicher Vereinsvorstände. für obligatorischen Bezug der.Mitteilungen' einzutreten.' Wir wiffen, daß in einzelnen wenigen Orten Teutschlands zur Zeit eine Aufrechterhaltung de» regelmäßigen Vereinsbetriebe« nicht durchführbar ist. Wir müssen aber verlangen, daß sämtlichen ortsansässigen, insbesondere ober den in Heeresdienst stehenden Vereinsmitgliedern die Verdandszeitschrift durch zu bestellende Vertrauensleute zugänglich gemacht wird.! Wir bitten die Vorstände und Vertrauensleute, uns auch Adressen von solchen Kemeindeangchörigen zu gfben, die-für unsere Bestrebungen Interesse hegen. Tie Verbandsleitung.

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