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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-07-01 · 3 (1.7.1917) · p. Seite 74

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
3 (1.7.1917)
Date
1917-07-01
Page
Seite 74 (sequence 10)
Language
German
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3itr Befreiung t>oni Heeresdienst diente die Verlobung, die neu ein gegangene Ehe, ein neu gebautes, aber noch nicht bezogenes Hau», ein gepflanzter, aber noch nicht geernteter Weinberg, und endlich ein verzagter Miit, der! auch auf die anderen entmutigend zu wirken geeignet äst. Jedoch Igelten dieic Rücksichten, wie die mündliche Ueberlieferung ergänzt, stur für Ofscnsivkricge: in Defensivkriegen dagegen muffte der Bräutigam selbst den Tränhimmel vevlafscn. Das Heer wax bereits feit den ältesten Zeiten in Abteilungen von Taufend. Hundert, fünfzig Und zebn Mann geteilt, in späterer Zeit kommen auch grünere Abteilungen vor. David bat bereits fein Heer in Korps von^21000 L'iann tinter dem Oberbefehl von berührten Heerführern, geteilt. *- Wie^zur Zeit Moses, so finden wir auch während der ganzen vordavidiukten Periode keine andere Militärformation als die Insaune, ie. Da so die Kußtruppen das ganze Heer ansmachtcn, begreift :uan es erst recht, das; die Schnelligkeit im Laufen als kriegerische Tugend gepriesenwird, sowie das; der Wettkampf und das Wettrennen eine besondere Pflege fand. Das vordavidische Fußvolk bestand jcdock nicht aus ein und Derselben Waffengattung. Man kann Lcichtbewanneke uttd Schwerbcwafsnete unter scheidcit. Tic elfteren bedienten stck meist des Bogens und der Schleuder, letztere dagegen des Schwertes imd der Lanze, wobei sse ein Schild tragen. Ten ostjordanifchen Stämmen, :riid nachgerühmt, daß sie mehrere Waffen führen konnten. Die g-a waimiten werden als geschickte Bogcnkämpfer bezeichnet, während die vom Stammh Juda als solche, die mit schweren Waffen um-- zugeäen verstehest. > Die Benjaminiten werden als ausgezeichnete SckUe,derer gerühnst, die nach einem Haar zielten, ohne zu fehlen, und die überdies! Noch die linke Hand gleich der rechten gebrauchen rounten. Manche! Krieger trugen ein zweischneidiges Schwert und Knüppel. :alomo I liat neue Heeresformationen in seinem Heere ein- , nd Streitwagen in sehr beträchtlicher Menge bileinen integrierenden Bestandteil des israelitischen das; Salomo einen sehr schwnnghasten Pferde E'. st -geiübrt. Reiterei!i deren von nun ab Heere:-. Wir wisse bandel betrieb, so, >aß Jerusalem geradezu eine Zentrale für ausländische Pterdetrai greisstch, das; er den in Israel herrschenden Anschauung betreffs der Penveuduug von R batte. Denn daß Sporte bildete. Dies macht cs einigermaßen besaß und Reiter zuwider zu handeln sich entschlossen seine Vorgänger -mit höherer Absicht und au? religiösen Erwägungen heraus diese Heeresgattungen vermieden, geht, abgesehen von den i bcn zitierten Stellen, aur allcrsicherstcn auch schon David von den lOOO erbeuteten Streitwagen nur den zehnten. Teil für sein Heer vcrweildet, während er die andern vernichtet: die erbci teten Pserde dagegen sämtlich unbrauchbar macht. Außerdem erschemt dieses Vorgehen, nach Josua 2, 9, als Erfüllung einer religiöicn Foracrung, was nach dem oben Ausgcführten: sehr einneuen Hecresgattnngen wurden von Salomo im eigenen Garnisonstädtcii^ untergebracht. Auch diese neue militärische Einrichtung war bis dahin fremd. Von nun ab bildeten Reiterei und Streitwagen lsic wichtigsten Bestandteile des israelitischen Heeres.

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