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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-05-01 · 2 (1.5.1917) · p. Seite 57

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
2 (1.5.1917)
Date
1917-05-01
Page
Seite 57 (sequence 25)
Language
German
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Süden,;! Ostjude,i «jettoghschichten tzoiln; Kahn, Salbathstundcn; Kohn, Prager Ghettogcschichton; Liehermann.' S> fulchan aruch; MbrielRicßer; uns Ostjudenfraüe fla (Sonderheft der süddeutschen Monatshefte,; Kompert. E. Wölbe, Berthold Auerbach; Schmidt. Moses Mendels»/ uni Literatur 191 Da; jüdische Haus Denkmäler jüdischen Geistes: Moses Mendelssohn und Stern, Lichtstrahlen aus dem Talmud; Zivier, Zur Rasfen- Geiger. Die deutschen Juden und der Krieg; Lstjüdische Srßähler: Perez, Erzählungen (Ansclbüchcrei); (Lora Berliner, Die Organisalion der jüdische'i tilgend Deutschlands; Jahrbuch für -jüdische Geschälte . — Auf diese Weise kommen wieder jüdische' Bücher in .lud geben maniiigfache Belehrung und Anregung. — Sv st der Augendbund auch unter den gegomvärtigen Verhältnissen bemüht, sei re, Ausgaben zu erfüllen, und die Begeisterung, nur der seine Mitglieder .in den Arbeiten teilnehnien. beivelst. dag er es nicht'ohne - Erfolg .tut. Lörrach >. Baden. Unser Pereinsleben erlitt durch den Kriegsausbruch koiherloi! Unterbrechung. Dank der Tatkraft und dein Scharfblick unseres damaligen Borstandc,. Herrn Moritz Weil, wußten wir uns sofort der volludig peräiildcrten einzurichten. Eilige unserer Mitglieder, die nicht , die sofortige Eir berusung zu gewärtigen hatten, meldeten sich zur freiwilligen Dienstleistung bei der Stadtverivaltung. etliche unserer Damen machten sich in den hiesigen Lazaretten nützlich. — Am Verlause jener ersten Kriegsmonatc mac,te» wir noch einige kleinere Ausflüge und hielten um ere Verfaininl Situation anzupasfen und unsere Tätigkeit entsprechend tilgen ab, wenn auch lmscre Reihen durch die zahlreiche» Einbcrüfungcn schon sehr gelichlet ivaren. Am Spätherbst 1911 zog auch unser Voisitzcndcr zu den Fahnen und a» seine Stelle trat Herr Aulius Dornacher. der ehemalige Vorstand. Dock, auch dieser Besetzung ton rten wir »ns licht lange erfreuen, auch Herr Dornacher wurde nach wer igen Wochen zum Militär einberufcn. — An diese neue Lücke trat nun Herr stück, rer. p»I D. W. Bloch, der es mir großem Eifer und Geschick verstand. den Winter 1914 zu einer in jeder Beziehung inhaltreichen und srucitbarcn Vereine Periode zu gestalten, llnser Augendbund harre iuzwijchest durch die Einberuft! ngen der »ninnlichcii MitglietzLr mehr und mehr den Eharakter einer M idckwngvnppe angenommen. Unter Leitung von Herr» Bloh lasen wir eingehend die Dichtung „Raihan der Weise". Daran anschli.ßend, hielt Frl. Beck ein Referat über „die Entwicklung des T o l e r ä n z g e d a n k e n s mit' besonderer Ber n ck s > ch l i, g l> n g der Zeit Mendelssohn s'". Andere Abende waren der Lektüre z'eitgewäßer Aufsäbe gnvidinet, an die sich stets rege Diskussionen knüpften. Der tl. September 1S15 vereinigte sodann einen größeren Kreis zu einer wohlgeiunzencn Roichha-schono-Feier.— Bald darauf stand unser Verein ivledcruni vernmist da, da Herr D. W. Blocki sich snidienhtilber »ach Berlin begab. Run mutzten wohl oder übel wir Mädchen die Leitung des Angensbundes selbst in die Hand nehmen iknid siche da, mit ernstlichem Willen und einiger Aufopferung ging es a u ch i o g a n z g u l. Zu nuferer Gen igtuung entwickelte sich das Leben ivährend des ziveilen Kriegs winters sogar zu vorbildlicher Lebhaftigkeit; nnsere Versammlungen ' uns Bert nsbaltungcn waren stets sehr gut besucht. Was jene» Abenden - ihre Wei!>c grb, das waren die gehaltvollen Vorträge unseres Ehrenmitgliedes -Heren Lehrer Rud. Abel, in denen er »ns in feficlz,der Weise jüdisckiltenkcn, Fühlen und Wissen näher brachte. So t>ehandelle er ln sechs Abenden „D e n Tai i» n d und i e i » e G e s ch > chl e"; ein Zyklus-Vortrag hatte zum Thema ..Religion" und „Ali- Wohl t ä t i g! c i l". -Außer diesen rein jüdischem Wissen ge- »elignöses nngpfähr weiterer »ische weihten Vorträgen veranstalteten wir abwechselnd Abende, die der Geselligkeit. der allgemeinen Bildung und aktuellen Frage» gewidmer waren. An-

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