Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 2 (1.5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- Seite 58 (sequence 26)
- Language
- German
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— 58 — t : Mische» war der Frühling litlb in- Land gezogen und wir verlegten den ■ Schauplatz unserer Tätigkeit wieder mehr ln die freie Gottesnatur. Klei nere und größere Ausflüge führten uns in die schönen Gaue unseres - Markgräflerlandes; an geeigneten Plätzen vor dcp Stadt erholten wir uns ivülircnd manches Lonntag-Vormitlags durch Gesellschaftsspiele usw. von de« Tages Last und Miiin"». - - Auch diesen Winter i>atle Herr Lehrer Abel die Güte, sein Wissen j in den Dienst des Jugcndbundes zu stellen. Leinen, groß angelegten Plans die Schönheit uicb Erhabenheit der „3? i bei" u» fcrein reiferen "Verständnis zu eigen zu machen, verdanken wir zwei irnchtbare. - lehrreiche Abende. Der in den Ferien hier iveilcndr Herr D. W. Bloch trug zur "Bestreitung unserer "Versammlungen durch mebrerc 'Borträgc u, dantcnsivertcr Weise bei. ^jur diesjährigen gemeinsamen Lektüre batten ivir Hebbels „üerqdcs und Mariamne" be ilimml.. Eines, unserer weivlichen Mitglieder brachte uns „Lenaus Leben' näber. £h brächten lt’ii passende Aufsätze aus dem „Hamburger Israelitischen Familiciiblall", aus dem Lrgan des Zcntralvercins und ' später natürlich auch aus unseren zu unserer Freiide wieder erstandenen ..Mitteilungen' zur .üenntius. Da wir stets mit ganz bescheidenen Mittel» arbeiten tnußlc» und vollständig auf uns selbst angewiesen waren, zogen ivir eben das Gute und unseren Zwecken. und Bestrebungen entsprechende zu Nutzen, wo wir cs fanden. Während dieser 32 Kricgsmonate find wir natürlich in regster Verbendang geblieben mit dem eigentlichen Jugcndbuiid, unseren Mitgliedern draußen, deren siahl auf l!7 gestiegen ist. Ilm sie recht oft erfreuen zu können, suchten ivir unsere Ausgaben zu Haufe auf ein verschwindendes Mindesrmaf; berabzuscidcn. I» regeliuäfzigeu Zwischenräumen von 4—6 Woche, ginge» unfere Liebesgaben hinaus. Durch eingehende "Berichte bieltcn wir unsere 2oldaicn aus dem laufenden über unsere "Bercinstäligkeit in der Heimat und über das Ergehen der Kameraden draußen. Lic ihrerseits essreulen uns dann wieder .mit ausführlichen Tchilderungcn über Er lebnisie im Felde. Immer ivieder drücken sie ihre Genugtuung darüber aus, den Jugendbuntf in der Heimat in Tätigkeit zu wissen und gelobe» -.hm nach glücklicher Heimkehr treue Gefolgschaft. Diese Acußcrungcn der Freude sind cs auch, die uns helfen, die vielen Lchwicrigkcitcn zu übevivinden. die sich unseren Veranstaltungen je und je cntgegcnjlcll.c». Diese Lbivierigkeiten sind für uns an der Grcnzecke aus mancherlei Gründe« größer und weniger leicht zu überwinden als in irgendeiner anderen Gegend unseres lieben "Vaterlandes. Doch d c r'f c ft e Wille, den Zusammenhang nicht zu verlieren und den I u g c n d b u n d g e i ü aufrecht zu erhalten, hat uns bis jetzt glücklich über a l l e > H e m m n i s s c b i n w c g g e h o I f e n. Wir hoffen, unsere Tätigkeit trotz allem im bisherigen Rahmen weitcrführcn zu können, bis wir — nach - glücklicher Beendigung des Krieges — ine Leitung in berufenere'Hände zurilcklcgen können. Wir aber können uns sagen, durch unsere vbrgefchilderle Kricgstätigkeit den Boden vorbereitet zu haben für die nach dem Kriege an unsere Fugendvereine beran.tretcndcn großen Aufgaben. F. B. Ulm n. T. In L ü d w e sr d e u t j ch l a n d ist am II. März 1817 ei» neuer Jngeildbnnd eiitstanden. I» lllm heit der dortige Rabbiner, Herr ldr. Straßburger, einer Anrcgung aus der Mitte der Gemeinde folgend, die Fugend für die Bestrebungen der -Jugendbewegung zu interessieren gervußt, und der Erfolg ivar die Gründung eines Jugendbundes. dem sich sofort ctiva 5(1 aktive und ebensoviel passive Mitglieder an schloffen. — Mil großer Arbeitsfreude und frohem Betätigungsdrang »ahmen die Mitglieder die Bundesarbeit auf, und jeder tut das Leine. »» »em jungen Verein zum Wachstum zu verhelfen. L. i