Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 2 (1.5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- Seite 55 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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— 55 — jutt a. R.: „Die Ar veil der jüdischen Jugend"; Herr Rabbiner Jacob-Dortmund: „Die Thora als Gesetz"; Herr Rabbiner Nr. Rleger-Braunschweig: „Islam und Judentum"; Herr Obcrkantor H e n l e - Hamburg: „Rückblick und Ausblick aus die v n t Wicklung der Synagogenmuslk"; Herr Direktor A l e x a n * der- Peine: „B e r u s s v e r t eil u n g und neue B e r u f s a r t e n der deutschen Juden" (mit Lichtbildern von der Gartenbauschule m Peine und der Konsul Simon'schen Stiftung in Göttingen). Heilbronn a. R. Während soviele Jugendvercinc hei Ausbruch des Krieges gezwungen waren, ihre Tätigkeit einzustellc», waren wir ln ser angenehmen Lage, in unserem Verein weiter zu arbeiten. Unsere Tätigkeit erstreckte sich hauptsächlich aus Vortragsabende^jHerr Rabbiner Or. Beermann machte sich besonders um den Verein verdient. Wir hatten eine Reihe guter Vorträge über jüdische Geschichte und ebenso einen „Faust"- Zyklus, der auch, in diesem Winter durch Herrn Rabbiner Or. Beermann fortgesetzt wird.. Die Geschichtsvorträge behandelten solgerrde Themen: „Der Anteil der Juden an der iv erd enden Kult» r", „M ä r t y r e r-' rum der Jude n"7 „D i e Juden in der Weltliteratur", „Die Wiege des jüdischen Humanismus". „Die jüdische Mystik". „Die Entstehung des 2 ch u l ch a n - A r r u ch", „Organisations-Versuch im Judentu m", „R e u ch l i n und die Juden". „Luther unv die Juden". Hier und da kamen unsere Mitglieder zu einem gemütlichen Abend zusammen. j An Pesach veranstalteten wir siir unscry Verein sowie für, die sich zur Zeit hier befindlichen 2oldaten einen Sederabend, der sehr «ul besucht war. Unsere letzte Veranstaltung war eine Ehaniikkahreier: die cs eines sehr guten Besuches erfreute. Im übrigen beteiligten sich eine große Anzahl unserer Mitglieder an sozi al ui Bestrebungen sowie an der Kricgsarbeit.! Wir besuchen die hiesige» Lczarette und unterstützen das Rote Kreuz finanziell. An unsere im Felde itcsenden Mitglieder sowie an bedürftige jüdische Krieger senden wir von Zeit zu Zeit Liebesgaben. — Nachdem nun fslst sämtliche Herren unseres Al sschusses -im Felde stehen, liegt die Leitung des Vereins ausschließlich »n den Händen der weiblichen Ausschußmitalieder. Diese haben sich zur Pflicht gemacht, den Verein, der gerade iiu Aufblühen ist. auf der Höhe z>> ta teil, damit die aus dem Felde zurückkehrendisn Mitglieder die alte 2tänr IUai aI( aI ' »es Gemütlichkeit und Geselligkeit vorftndcn. Königsberg. Obgleich wieder ein großer Teil der Mitglieder unseres <Rreins sowie einige Vorstandsmitglieder zu den Fahnen einberuscn wurden, da sich der^ Verein entschlossen, auch in diesem Winter seine Tätigkeit «ider aufzunehmcn. Dem Vorstände ist es mit großer" Mühe gelungen, rüi jeden Monat Redner zu erlangen. Der Umstand, daß alle diese Versal rmlungen sehr gut besucht waren und daß auch unsere iveiblichen Heimab, nde, die an jedem Sonnabend in den uns sreundlichst zur Verfügung gesellten Räumen der hiesigen Kainloge >tattfinden, sich eines großen Zu jpruchs zu erfreuen hatten.- hat von, dem großen Interesse, das in allen Kr äsen der Mitglieder den Bestrebungen unseres Vereins entgegcngebracht «i d. beredten Ausdruck gegeben. Wir haben folgende Versammlungc» veranstaltet: Am 20. Rovcnwer 1916 sprach Herr Rabbiner vr. Z l o c i st y - Insterburg über „Krieg und Bibel". Am 28. November 1916 fand eine Besichtigung des hiesige» Jugendheims, Littauer Schuljtraße, statt. Am 19. Dezember 1916 beging der Verein seine Chanukkafei er; an einen Vortrag des Herrn Rabbiner 0r. Winter über seine Erlebnisse bei den russischen Kriegsgefangenen schlossen sich musikalische und deklatnatorische Darbietungen an. Am 23.Ja-