Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 2 (1.5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- Seite 54 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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'&>ti Hüffe» bejmmtu, solange wie nocki einige atnvc Miiglieöer im Orte lxibcn, das Vereinsleben aus rech i zu erhalten und den uns Eiet gewordenen Zielen und Bestrebungen zu dienen. Wir werden aber auch unser Ziel erreichen, weil jedes Mitglied freudig seine Pflicht tut. Di Wiedereröffnung des Perbandsburcans und das Wiedererscheinen der Zeit schrrft begrüßen mir mit großer Genugtuung, iveil hierdurch nach unserer Auffassung die Griiiidlagc für ein Durchhalicn unserer auch nach Beend,, gang des Krieges notwendigen Bcstrelnlirgen gegeben ist. Sch. Göttingen. Naturgemäß hatten wir auch im Winterhalbjahre m:t großen Schnncrigkeiien zu kämpfen. Aber trotzdem der größte Teil unserer männlichen Milglicder umer den Waffen steht, gelang es uns, das Vereins leben ailfrechizuerbalien. ja zum Teil sogar recht lebhaft ausAugestalten. Nicht zuletzt haben wir dies der uiiermüdlichen Tätigkeit von Herrn eauil. >-h,-m. Hugo L o e iv e n st e i n zu danken. So gi^'ß das Feld ist, das es zu bearbeiten gilt, so mannigfach auch du Viobleme sind, die ihrer Lösung harren.- die Arbeitsmöglichkeit ist jetzt dock iehr lieschränkt. Uel>eraU fehle» die bisherigen Leiter und Führer, und die flauen und Mädchen, die deren Stellen auszufüllen suchen, müssen sich all m'chlick ejrn einarbeiteu. Und gerade unsere Aufgabe» erfordern ja nicht ul..- guten Willen, sonder» auch reckt große Sachkenntnis. Andererseits wird eie Arbeitskraft jedes einzelnen durch Kriegs- und Hilfsdienst aufs äußerste 'ii Anspruch genommen. So mußten wir uns darauf beschränken, vor allem regelmäßige Vorträge zu veranstalten. Diese haben den Zus.immenhalt unter uiiserc» Mitgliedern gefördert und haocn allen mannigfaltige An regting gegeben. Wir babcn unsere Kenntnis von dem gewaltigen Einfluß des Judentums auf alles Kulturleben und von feiner unvergänglichen Be öeniuiig verliert, lind je größer die Kenntnis, um io stärker nnlrde umer Stolz und linier Seibstbewnßlsein aur uilser Judentum. Wir machten den Versuch,, einen Kursus für jüdische (Äesäflchle zu ver unstalten, doch scheiterte er leider IM letzten Augenblick, iveil die Leiterin, eine diesige Studentin, mit anderen Arbeite» zu sehr belastet wurde. Wohl aber kam ein >tnniu für H e brnisch zustaitde, und zwar fanden wöcheni lich zivei Tliindcn stau. Hebräisch ivird hier als lebende Sprache getrieben, nach der Berlitz-Schul-Methode. _ Ein akademischer Zirkel bat siai jetzt eocnfalls hier gebildet. Er ist;war unserem Vereine nick» angeglicdert. at>er die inctslen unserer hier stu dierende» Mitglieder gehören ihm an. „Die Psychologie des jüdischen Geistes" bar er sich als das Grundprovlem dieses Semesters gestellt. Unter Berücksichtigung dieses Problems, zu feiner Erhellung und Klarstellung sind zahlreiche Vorträge über Ached Haani, Hermann Coden. VLartin Buber. Spinoza, Melamed, Feucktwairger und andere gehalten. Den Verkehr mir den ini Felde stehenden Mitgliedern pflegen wir weiler und senden ihnen die Zeitungen und Zeitichrlftcn unseres Heims. Den hier amveiendc» Soldaten gaben >vir ani 26. Dezember 1616 eine Chanukkahseier niiler Mitwirkung hiesiger jüdischer Schauspieler. Die Beteiligung war-eine überaus zahlreiche, der Verlaus dem Geiste .der Zeit und zugleich dem Cba ratier des Festes eulfprecheiid. , Ta» im Sbiiimer gegründete Deun, Am Koriimarkt 6, 1., ist weiter aus geschmückt worden und nunmehr zu einem Mittelpunkte für das ganze jüdische Leben Görtingens geivordc». Besonders an den Freitag- und Sonn abend-Abcndcn findet sich stets eine große Zahl von Mitgliedern dort. zuiammen. Die Zahl der dort ausliegenden Zeitungen und Zeitschriften tonnten wir auf 60 steigern. 1 Folgende Vorträge jvurdcn gebalten: Herr Radblnep vr. Beb re ns- (»örtingen: „K r i e g s i e e > , o r g c": Herr lfr. A l k r a n d e r - Frant-