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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-02-28 · 1 (28.2.1917) · p. Seite 11

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
1 (28.2.1917)
Date
1917-02-28
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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— 11 — 2. Deutsches Jubpntum und Deutschtum und ludentum. Ei ic Umschau.! Zur Frage der Iudenstattstik veröffentlicht der Verband der Deutschen Jvdcn nachstehende Erklärung r 1. Wie schon bekannt geworden, hat der jetzige Kriegsminister, Herr vdn Stein, in Ergänzung des Erlasses des früheren KriegsministerS, Hexr« Wild von Hohenborn, eine fveitere Verfügung dahin getroffen, I daß keineswegs die Behörden usw.^ Gelegenheit nehmen sollten, Juden aus ihren bisher innegehabtey Stellungen zu entfernen, da! für solche Maßnahmen nur sachliche Gründe in Frage kommen dürfen. i Es ist wiederholt von den höchsten Behörden die Erklärung abgegeben worden, daß bei Anordnung der Statistik irgendwelche Voreingenommenheit gegen die Juden das Kriegsmirii cs im Gegenteil Beweise gegen die beigegen Juden gewinnen wollte. Der Herr Kriegsminister von Stein hat alle begründeten Beschwerden über Son^erbchandlung von Juden aufs eingehendste geprüft und daß gegebenenfc lls Abhilfe geschaffen wird. Fälle, in denen eine solche Sonderbehatidlung auch nach dem Ergänzungserlaß des jetzigen Kriegsministers! stattgefunden hat, von denen übrigens nur ioenige bewiesen sind, hab>m dem Herrn Kriegsminister bereits Anlaß zu solcher Abhilfe gegeben Der Herr Kriegsminister hat an den fiel vertretenden Vorsitzenden des Verbandes, Geheimen Justizrat Cassel, j velcher nach einer vom Verbände an den Herrn Kriegsminister gerichteten Eingabe von diesem zu einer Rücksprache empfangen worden wäc. ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt: „Jedenfalls habe ich festgestellt, daß das Verhalten der jüdischen isterium nicht geleitet hat, daß ihm cingelaufenen Anklagen mit Bestimmtheit erklärt, daß 4. 2. Soldaten und Mitbürger während des Krieges keine Veranlassung zu der Anordnung meiner Herren Vorgänger gegeben hat und damit nicht in Beziehung gebracht werden iann." Inwieweit diese Erklärung befriedigend ist und unserer Verbitterung gerecht wird, mag in dieser Schicksals stunde des deutschen Vaterlandcs nncrörtert bleiben. Nur foll .öarai f hingcwiejen werden, daß auch auf der,D e l e g i e r t e n t a g u n g deutscher Staatsbürger jüdis 4. Februar ds. Js.) erfreulicherweise dem Gedanken eines mannhaften Protestes ein rückhaltloser Ausdruck gegeben worden ist Niemals war das Verlangen nach eins er Gesamtorganifation des deutf tzen Judentum» fo tiefgehend, wie gerade jetzt. (Vgl. Heft 15. November 1916, Seite 71.) Mit Neid blicken die deutschen Juder Organisation der jüdischen Religionrgemeinschaft in Pole« die in dankenswerter Weise durch VerorL rung erfolgte. es ZentralvereinS k>en Glaubens (am 3 der .Mitteilungen" vom auf die uung der deutschen Regje-

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