Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 1 (28.2.1917)
- Date
- 1917-02-28
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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— 9 — iStem. IS r o m e r , Louise X a r m ft ii D t i Mainz, Frl. Bettha P a p p e n h e i m; kennt: Realschnldirektor IN. A dler biner I»r. Ho rotsitz, Si a h n , Staus Sliabbiner > >r. üf o he 1, I>r. Weora Plotl r, I»r. Löffler, (jutiu.v- Elfe $ e b n e r , sowie die J)r. Heiue ui a tt tt, Rabut a LN , I. B. L e v y. e , Rabbiner I>r. X e 1 i g - ..... > - ■ ■ —.^ „ Beruh, ■»iiiuon znsaniniengefunden, um die brenitendsteu :u a u u ^rnaeu der jüdischen Jngendbewegung zu Alle Teilnehmer stehen in irgend eine mit dem jüdischen Leben. Es war zu erwarten, das; die AnSsprhche ltilie z ntige.it würde. Tiefe Hoffnung hat Drei Problem^ wurden als die notfvendigen -üdifchen Jiigendbechegnng heransgeschält. Einheit. Wir Tille, die wir unseren tiefem schmerz erfüllt, wenn wir sehen imissen, wie die Jndenheit.in wildestem, aber nutzlosem Ringen sich selb t zerfleischt. Helsen rnöch ten wir ans innerstem Herzen heraus »n den Strudel mit hineingerissen. Einen W sd werden doch in den w lieg nur kann es geben, der ans diesem Wirrsal heranssübrt und dÄe Rettung verheißt: der Geist u n f c r e r Jugend m u f> s i di P a f t e i g e z ä n I'. Wenn schon die gen ei griffen und, ehe sie nodi reis ist, f Sichselbstzersleischen, dann wird nie ein 0 werden. Tie Jugend muß vielmehr erst e erörtern. Weife in engster'Fühlnng die günstigsten Ergebsich erfüllt. ' ■ (Grundlagen - der Glauben lieben, sind von erheben über alles Jng^bd von den Parteiströmnnneingezerrt wird in dieses ade des unseligen Streites unal lernen, was eigentlich Indent»,» heißt. In seiner wahren Gestc lt muß sie das Judentum kennen lernen. R id)t dnrdi die Brille de: Parteivornrteile darf sie es betrachten. Hat aber die Jugend den jüdischen Gedanken nnent- - stellt in sich ausgenommen, dann wird sie hicht willenlos mehr in das Parteigetriebe hineingezogen werden. Xcihn kann sie selbst wählen. Und dann liegt auch die Möglichkeit nahe, daß iie vor den Verzerrungen, die jede Ridtnng dem Jndentnm gibt, zurückschreckt imb den Willen in sich fühl, das Parteijndentnin zu überwinden. Das muß daher die vornehmste Ausgabe einer allgemeinen jiidisckien Jugendorganisation sein: keiner besonderen 'Richtung zu huldigen. Die gesamte jüdische Jugend muß sie »mfassen nsrd ne das wahre Judentum lehren. Tas Problem der Einheit ist unter den obwaltenden 'Verhältnissen gewiß nicht leicht, aber wir mstssen es. wenn wir unsere „ Aufgabe recht erkennen, zu lösen versuchend Positives Judentum. Wir müssen der Jugend, die wir zu uns terimcii wollen, aber auch einen inneren Halt geben. Dieser innere Halt ist das wahre Jndentnin, von 'dem wir eben sprachen. Wahres I u d-e n t u m, p o s i t i v e s I u d e n t u m, Judentum in seiner ursprünglichen^ reinen Gestalt ist religiöses Judentum. ReligiöskH Fühlen glaubten viele von uns abtun zu können. Die fnrchÜare Zeit hat uns, eines funeren belehrt. Wir sind vielleicht nicht frommer, aber wir sind religiöser geworden. So darf »ns denn auch das Judentum nicht mehr nur ein politisch-konfessioneller Begriff sein, sondern es muß uns zum ti ef, innerlichen religiösen Erleben werden. Dazu tut Natürlich eine gründliche Kenntnis des Judentums not. Sie