Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 1 (28.2.1917)
- Date
- 1917-02-28
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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- 9 - fibor hu-io* Buch ho* in öa* biblische Schrifttum aufocnommen warden. wollt feines hauptsächlichen Inhalts wegen. Ten künftigen Geschlechtern sollte eine geschichtliche Erzählung nicht vorcnthaltcn werden, die von der wunderbaren Errettung eines großen Teiles des jüdischen Stammes ans großer Gefahr zu berichten weiß. In der „.Hausapotheke der Menschheit", wie Heine das biblische Schrifttum bezeichnete, sind eben Bücher aneinander gereiht, die für jede Lage im Loben der Völker und der Menschen paffen und ans denen man zn jeder Zeit labenden?rnnk ichäpsen kann. psvdleme. lEinr Frankfurter Konferenz.) Zukuusi de^ deutschen Judentums ist die jüdische Jugend. -Dieser Sdv ist io selbstverständlich, daß man annehmen sollte, man fei alkgeiuein von seiner Richtigkeit überzeugt. Dem sst aber nicht so. Zeit fahren ringt die jüdische Jugend um die Alterkennung ihrer Arbeit. Man bat diese Arbeit bespöttelt, man hat sic als überflüssig und nutzlos abgetan: bestenfalls l^rt man sie als einen angenehmen Zeitvertreib gelten lassen. Wie bitter ernst es aber der Jugend mit ihrer Arbeit und wie bitter ernst diese Arbeit selber ist, das hat man nicht elkannt. Erst in allerjüngstcr Zeit vollzieht sich die Wandlung. Ein belebender Strom gebt durch die jüdische Welt. Tic deutsche Judenheit wird sich wieder ihres Judentums! bewußt. Ta mußte man auch beginnen, sich über die Bedeutung der Arbeit der Jugend klar zu werden. Was nicht denn auch schließlich alle Arbeit der Aeltcren, wenn nicht die Jugend befähigt wird, dtzs Werk fortzusetzen! Mar, wurde aus die Jugend wieder ausmerksatzi, und man fand, daß ihre Arbeit keine Spielerei. sondern Erziehungsarbeit im besten Sinne des Wortes war. Hier geschah die E r z i ech n n g z n m Indent u m. Aber immer mehr noch muß die Erkeitntnis nur sich greifen, wie bedentungsvoll diese-? Streben der Jugend ist. In Herz und Hirn muß es allen Aelteren bineingebämmert werden, daß von der Jugend an? der Weg zum Judentum führt.. Wir Jungen wollen das Judentum! Ihr anderen helft uns, daß dieser Wille zur Tat werde! Unser Weg iit klar vorgezeichnet, und doch ist er nicht frei von Hemmnissen. Alle jüdische Arbeit wird erschwert durch die Vielgestaltigkeit der jüdischen Probleme. So auch die unsere. Wie ernst es uns mit unserer Aufgabe ist, wie schwer aber auch ihre-Lösung wird, das kam zum Ausdruck in einer vertraulichen Besprechung. die i» I r a nksurt ,i. M. am 17. Tc^cmbct 1910 stattfand. i Ans Einladung der Herren I >y. (Gustav Löffler, Felir M e h c r und!>>'. ,>lnrt A l e r a n d e r batten sich unter dem Vorsitz des Herrn Hi’. Alired A viel aus Berlin ^>ie Tamen: Frau I>r. Burslhn'.