Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 1 (28.2.1917)
- Date
- 1917-02-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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|JSiol)clct ZN irflonö?iner Zeit Siecht haben viele Forscher passendsten Abschi; iß der ganzen Tie Aufnahn e denn mit als den biblische >nd sorgiinnicr Außer dieser Reihenfolge der Heiliges Schriften wird ei; wohl in früherer Zeit noch eine andere gegeben haben. So wnrde zum Beifpiel das Buch Ri th an das der Richter gereiht, da beide nirklich in Inhalt und Sprache sehr gut zusammenpiji sen. Auch scheint das Buch die Bibel abm schlossen zu haben, die letzten V'rse dieses Buches lammst ig bezeichnet, einer jeden einzelner Schrift in die Sammlung ist du ch die jüdischen Gelehrten nach reiflicher faltiger Prüfling vor sich gegangen. Vf'nn wir auch'nicht die Grundsätze kennen, nach denen die An nähme oder Zurü kcheisung der zur Prüfung iwrgelegcnen Schriften erfolgt ist, so wird man wohl verninten dürfen, bnfe in erster Reihe darruf gesehen wurde daß die in Betracht koinn Huden Schriften sich distrch Inhalt und elsigiösen Tckn als würdig ei weisen mußten, dem heiligen Schrifttum ei iiverleibt Lu werden. Natürlich waren bei der Beifrteilnng die zu st ner Zeit in der Jndenheit lerrschenden Anschauungen über Religion und'Moral maßgebend. Schriften, die jenen Anforderungen nicht en sprachen, wurden zurückgewiesen: sie sind uns 311,11 Teil durch Uebersetzi ngen als apokryphische Bücher aufbewahrt geblieben, und einige von hnen (so das l. Makkabäerbuch und die Weisheitsspvüche Jostias ben-Zira) sind zweifellos von großem Wert. Das zuerst genannte Buch entlält wichtige historische Aufzeichnungen aus der Zeit der Makkabäerkämpfe und jener, die diesen .Kämpfen vorangcHangen sind, wählend das Buch Ben-Sira inhaltreiche und poetisch-schöne Weisheitssprüi he bietet. Dieses Bnch galt noch zu talmudischer Zeft als biblisch und var auch bis gegen Ende des zehnten Jahrhunderts im hebräischen Original vorhanden. Es wnrde aber schließlich doch-aus der Heiligen Schrift entfernt, weil es die palästinensischen Juden nicht anerkennen wollten', das hebräische Original ging bis auf jene Bruchstücke, die in neuerer Zeit aiifgefnndcn wurden, verloren. Freilich muß ernstlick bezweifelt werden, ob die aufgefundenen Teile i des Buches Ben-Z ira auch wirklich genau den Originaltext Wiedergaben. Ta das Buh zuletzt aus der biblischen Sammlung entfernt worden war, genoß es nicht die sorgfältige Behandlung der Heiligen Schrift. >. Von einigen Schriften wissen wir, daN die Weisen Israels bei der Prüfung oder der Einreihung in die Heilige Schrift über deren Kanonizität geschwankt haben. So trug riian zum Beispiel Bedenken, das Buch Ezechiel in der Sammlung des k iblischen Schrifttums beiznbchalten, weil einige Stellen in den letzten' Kapitel dieses Buches, die sich mit der Priesterordnnna im Heiligtnnr zu Jerusalem beschäftigen, mit den Bestimmungen desselben Inhalts, Um dritten Bnch Moses in Widerspruch stehen. Schließlich wurden aber diese Bedenken beseitigt, indem die betreffenden Stellen gedeutet und in Einklang mit der Thora gebraäit wurden. Auch das Bnch i?ohelet erregte durch seinen Inhalt Bedenken, die aber ebenfalls durch exegetische Erklärungen bo festigt wurden. Bezüglich des Buches Esther ist uns eine lleberlieferung aufbewahrt geblieben, wonach die jüdischen Weisen Anstand genommen hatten, eine Schrift in die Bibel gufzunehmen, die den -Hast der Heiden gegen Israel wachzuritsen gee gnet schien. Schließlich ist