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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-02-28 · 1 (28.2.1917) · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
1 (28.2.1917)
Date
1917-02-28
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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- 3 — Das biblische Schrifttum. Von Simon Bernfeld. " Tie vierundzwanzig Bücher der Heiligen Schrift bilden den ältesten und wesentlichsten Bestandteil des religiösen Lchriftimms der lZfraelnen; gleichzeitig finden wir in ihnen die ältesten historischen Denkmäler der Men'chheit. Infolgedessen sind diele Schr stcn für ne Iuhen und die Bekenner der anderem geossenbarten Religionen^ »lio füs alle gesitteten Volker der Erde, ron der größten Bidentung. Eein Buch ist soviel verbreitet und in ioinele Sprachen übe -jetzt wie e Bibel. Irl der Weltliteratur nimn» die Heilige Schrift, abgchen vpn ihreni religiösen Inhalt, als hedeutianies, bewnnderungswüidiges Buch von großer Mannigfaltigkeit und von nnverg eichlicher poetischer Schönheit den ersten Rang eich Ter große Vü'Ziig der Bibel besteht hauptsächlich darin, daß sch für alle Völker, für alle Zeiten nndj für alle Menschen ohne Untchichied des Bildungsgrades und der sozialen Stellung gleich belehrend und sittlich erziehlich wa, und ist. Tie größten Tichter und Tenker der neueren Kuttnrvölkei haben ihre Erhabenheit bewundert: gber auch der einfacze Mann ans dein Volke hat in ihr Belehrung, Trost und Erhebung g efunden. Dre Brbe! ist ein heiliges nnd gleichzeitig das schönste > nd vielseitigste Buch der Welt. Sie gehört der ganzen Menschheit an und wird überall, wo die menschliche Gesittung vordringt, eisriigelesen und bewundert werden.!' Für den Leser, und insbesondere für den jüdischen i’cior der Bibel, ist es erforderlich, ein Bild über hse Entstehung der Heiligen Schritt!zu gewinnen Wesen und Bedentichg dieses Buches dcr Vüch'.r zu erkennen, durch das sich der jüdische Etamin in der Gescl'äste der menichlschen Kultur ein ewiges unvergängliches Denkmal gesetzt hat. Das heslige Schristtuni ist mit der Geschichte Israels unauslö?l ch nerknüvst.! Es sind die großen Männer dieses Volkes, deren Lebensichicksalif »ns vorgenihit wl<rden: seine Weisen und Prophete i, dre Zll uns sprechen: seine religiöien und lyriscken Tichter, die linier Herz erauicken nnd unsere Seele erheben. Teni Volke Israel ist das'Wort Gottes jgeworden : ihm wurden die zehn Gebote, der Inbeg uff aller Tugend und Moral, die Grundlage der mlmschlicheu Geiellich st esfenba.t. dör jüdische Stamm hat diese Lehre!n die ganze Menschheit getragen. Tieiem göttlichen Buche wollen wir uchr unsere geschichtliche Betrachtung widmen. i Tic vierundzwanzig Bücher der Heisigen Schrift wer >en von alters her in drei Hanptgruppen geteilt: diese Gruppieruml belehrt uns, wie die Sammlung der religiösen Schriften der Jaden im Laufe der Zelt entstanden ist. Zuerst war nur die „Lehre", oder dis „Lehre Moses", oder auch das „Buch der Lehre Gottes" im Volke Israel als ein Buch religiösen Inhalts bekannt und verehrt. Freilich weiß die israelitische Geschichte auch von solchen Zeiten zu berichten, wo „dys Won Gottes selt m war"„ da der größte Teil der Nation sich von den Lehren der Thora abgewandt hatte. Aber ganz ist die Kenntnis dieses Buches in Israel

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