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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1916-08-15 · 2 (15.8.1916) · p. Seite 57

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
6/7 (1916)
Issue
2 (15.8.1916)
Date
1916-08-15
Page
Seite 57 (sequence 23)
Language
German
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— 57 — gefüllt. Un getan. An Chemnitz: trägen deklamatorischen und musikalischen Inhalt unserer Mitglieder auLich dabei (besonders Hhrvork>err Rabbiner Dr. Fuchs, Rabbiner Dr. Stein, Herr Dr. Alexander, Bernhard Kupferberg, Chetnnitz: „Lichtbilder". Fräulein!Rüller, Chemnitz,'hielt efe sehr fleißige „Musikgruppc" hat zriößeren Vorträgen boten wir u. a.: ■‘fcet Jude von heute"; Hcr!r Dresden: „Der Krieg als L c h r m e i st e r" Creseld: „.lebet unsere Pflicht"; Herr einen Lichtl Kreisen uns der Zeit und die anstaltetsn >pi B o l k s m ä A b e it d" gliedern der Beteiligung tätigtest we ch e r R h e i n". Airs den i e Frau iw Wandel Ter Krieg Weiter verildervortrag: „Hurra, du d e u t, :rtf Mitglieder wurde u. a. überS .Sven H e d i n", „H e i n r i-cki « eine, discbc I u g c n d b c iv e g u fr g's I gesprochen, einen sehr anregend verlausenin Wcnd: „Volkslieder — rchen — Volksdichtungen"; einen „Heiteren Einige Vortragsabende konnten ipir sturer Zuziehung von Mit-!>icsigen Vereinigten Stadtthealir literarisch reich aüsgcstalten. In diesem Sommer haben wir dann/wieder uuscrc Wanderung gen aufgci otiimen, wie solche auch im Vorganguicu Jahre »iitcr großer unserer Mitglieder staltgesundeit' habe». Wir he ieß die Zuversicht, auch im kommcnd/r ter durchführen zu können. i Winter unserc Vereins- Bad Ki estznach. Der Krieg hat auch unser Vercinslebcu etwas aus seinen Bah ihn gerissen. Die satzungsgemäße iVörstandswahl zu Beginn des Geschäs lsjahres 1915 fiel aus, denn nachdem uns im November 1914 die Trauer! utrde vom Hcldentyde unseres, derzeitigen Vorsitzenden,. Herrn Carl Schloß, ereilte, ging die Lust zrr^cgliHer Vereinstätigkeit verloren. Der j2. Vorsitzende, der Kassierer sowie zwei Vorstandsmitglieder wurden inzwischen zu den Fahnen berufen, es bliel en nur noch die weiblichen Vorstandsm tglioder übrig. Diese traten dann a n 15. September 1914 zu einer Sitzung zusammen und beschlossen, zwecks Besprechung über die >m Winter aufzunehmende Vereinstätigkcit eine Mitgliederversammlung eiuzuberufen. Fräulein Martha Levy wurde Kur stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Die am 2. Oktober abgehaltesie Mitgliederversammlung war in Anbetracht der Zeitoerhältnisse gut besuchte Man einigte sich.dahin, dem noch üirig gebliebenen Vorstand bis zur satzungsgemäßen Generalversammlung, die Führung der Geschäfte zu überlassen. Es fanden -nun. wieder regelmäßig Samstags Vereinsabende statt, die durch Vorlesungen ausgefüllt wurden. Ein Abend wurde z ur Betpackung von Liebesgaben (Chanukka-Liebesgaben l an die einberufenen Mitglieder benutzt. Auch die in den hliesi zen Lazaretten weilenden jüdischen Krieger wurden mit ChanuNa- Packetchen bedacht. Am 4. Dezember fand anläßlich des Chanukkasestcs ein gemütliches Beisammensein statt, welches unser Ehrenmitglied,, Herr Dr. Tawrohi, durch eine eindrucksvolle Ansprache verschönte. __ Ter Wänderaus schuß trat auch wieder! in Tätigkeit. Unter-Führung des Herrn Dr. Kullmann wurde am 3/ Oktober ein Ausflug in den Soonwcild unternommen. j Der Ve rein bestand am 1. Juli 1914 (also t>oi: Beginn des Krieges) aus 1 Ehrenmitgliede und 81 Mitgliedern,, davon 40 treibliche und 43 männlichc- Von letztere i! wurden 17 einberufen, 2 stellten sich freiwillig. Von den weiblichen Mitgi ledern stellte sich eine große Zahl de: Kriegsfürsorge zur Verfügung. Zu Beginn des Krieges spendete der Verein dem Roten Kreuz 60 Mark.- Außerdem wurde aus der reichhaltigen Bibliothek eine Anzahl Bände für die Lazaret t gestiftet.

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