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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1916-08-15 · 2 (15.8.1916) · p. Seite 53

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
6/7 (1916)
Issue
2 (15.8.1916)
Date
1916-08-15
Page
Seite 53 (sequence 19)
Language
German
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Ge fc Als wir vor genau zwei Bericht übqr unsere Tätigkeit wi: wäcts gekonmcn und dag bei nahe sei» lpo wir ein eigen r>3 — Aus unferen Dereinen.;d]äfts bericht bes Mischen Jugenbbunbes Berlin. G. D. mit zu friedcncm Stolz dcvon berichten^ zahren für die „Mitteilungen" einen' längeren in den fahren 1 Öl I—13 einsandten, konnten wir ein gutes Stück vor- : weiteren gleichen! Fortschritten der Zeitpunkt es. ständig gleöffnetes Heim, 'das uni allen ils Ideal iür unsere Arbeit vorschweble, würden eröffnen 'können. Ta kain der Krieg — und anfangs glaubte j^der, daß alles Vereinslebcn : jetzt ruhen müßte. Dean zweifelte stark daran, daß für die Borträgean den Dienstag-Abenden Interesse vorhanden sein wüode, ja daß es übirhaupt lohnen könnte, die Logcnräume in der Wilhclmstraße, die sonst die Fülle der Besucher nicht hatten fassen können, an den Dienstag-Abenden off n zu hiillcn. So vergingen die Wochen bis zu den hohen Feiertagen. Das Wort des Kultusministers: „Die Z« i t e ns l n d z u e r n st, um allzu w a r t e n" ließ uns den Beschluß fassen, sofdrt nach den Feiertagen die Be:einstätigkeit wieder aufzunehmcn, und trotz größter Schwierigkeiten und He nmnisse gelang es uns, ivie aus nachstehendem Verzeichnis ersichtlich, unser! Vortrags- und Diskussionsabende durchzuführen. . Von unseren männlichen Mitgliedern sind ' fast alle im Felde. Durch rege Propagandatätigkeit haben wir aber eine große Anzahl jüngerer Leute , her »»gezogen, in der Ueberzeugung, daß die Iugendvereine die schulentlas enen jungen Leute und jungen Mädchen gar nicht früh genug ausnehmen können. Das Durchschnittsalter der Mitgliederl uiid besonders der männ-! lichen, das früher 18—25 Jahve betrug, ist auf 16—19 Jahre gesunken. j Beim Heranziehen dieser längeren Mitglieder hat unsere Mander-! grupp e Uns glänzende Dienste geleistet. Auch diese hatte und hat noch mit! enr rmen Schwierigkeiten zu kämpfen. Sind doch allein sieben Führer'.bei den! Fa »nen. Hier sind sehr erfolgreich unsere Damen eingesprungen. Als Zeichen innerer Kraft kann es aber angesehen werden, daß es uns trötz des j Kr!eges gelang, im Oktober 1915 ein eigenes Wanderheim in der Sti alauer Straße 47 zu eröffnen. Wir haben dort mit herrlicher Aussicht aus die Spree, im Herzen des ältesten Berlin, eine Hoswohnung von zwei Silben, Küche und Kammer gemietet, welche unsere Wanderer — und hier ist besonders der Schüler-Wanderabteilung zu gedenken — ' s e b st eilsgerichtet haben. Außer dem Glaser war kein bezahlter Handj wei ker in der Wohnung tätig. Vom Abveißen d:r alten Tapeten, dem Verl pus en dxr kWände, dem Weißen der Decken und Streichen der Friese bis zum! Bespannen der Wände mit bunten Stofftapete: , dem Nageln der Wandl leisten und dem Bauen des Kamins über dem! Küchenherd, dem Beziehen eines geschenkten Sofas und den Blumenbre tern an unseren sieben Feästern ist alles eigene' Arbeit unserer Mitglied« r. Daß in einem so ganz selbstgeschasfenen Wanderheim reger Betrieb ist und alle ihre freie Zeit dort gern verbringen, ist ja natürlich. Die mit Blumen geschmückten und mit gutem Wandschmuck ausgestatteten Räume muten aber auch anheimelnd 'an. und wenn!im Winter am Freitag-Abend unsere Freunde bei den Sabbatlichtern um den großen Tisch herum sitzüi und sich bei angeregter Diskussion! über den Wochenabschnitt bei Tee, Gebäck und Bratäpfeln wohl sein lassen^ ist dies fiir sie der Hühcpunkt der W che, und jeder einzelne von ihnen sehnt den nächsten Freitag-Abend herbei. Unsere Wandergruppe hat auc» ein geschmackvolles Propagan dab.latt, das unser Mitglied In lius Kroll gezeichnet bat, herausgebracht. Dasftlse geht allen Vcrbandsmit

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