Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 6/7 (1916)
- Issue
- 2 (15.8.1916)
- Date
- 1916-08-15
- Page
- Seite 54 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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— 54 — gliedern durch Herrn Julius Joachinisthal. Berlin N. 65, Reinickendorfer Straße,53, auf Wunsch kostenlos zu. Mit unseren Mitgliedern der den Fahnen stehen wir >n regstem Verkehr. Zu Chanukkah, Purim und Rosch-Häschonoh sandte» wir an alle größere Pakete. Auch Lesestoff sandten wir, ins Feld. ' j Für unfern Abend? „Was unsere Fcldrabbiner schrieben" halten wir hon säst allen Herren Feldrabbinern sehr interessante Berichte. Mit srxundlichcr Genehmigung des Stellvertretende» Generalkommandos erhielten wir durch die Regimenter und Lazarette Namen und Adressen der in Berlin anwesenden jüdischen Soldaten. Feder, dieser Soldaten lvurde von uns angesragt, ob er, und in welcher Stadtgcgend er eine Synagoge zu den Feiertagen besuchen wolle und ob ihm daran gelegen sei, in einer Familie zu den Mahlzeiten e l n g e l a d e n zu werden. In dankenswerter Weise stellte die südische Gemeinde und auch säst alle Privatsynagogen für die Soldaten Plätze zur Verfügung. Gar manche Haussrau lud zwei und mehr Soldaten zu sich, und so konnten wir einer sehr großen Anzahl Gastgeber zu den Feiertagen liebe. Gäste zusühren. Denjenigen Soldaten, die das Lazarett, weil sie bettlägerig tvaren, am Rosch-Haschonoh nicht verlassen konnten, ging vor den Feiertagen ein großes Paket mit Wein, Lbst, Schokolade, Kuchen usw. zu. Daß wir den Geschmack der Empfänger damit getroffen hatten, belviescn die rührenden Tankbricse, die wir erhielten. Auch in anderen Zweigen der Kricgssursorge konnten wir nützliche Arbeit leisten. War doch, wie uns bestätigt wurde, der Füdische Fugcndvund in den Tagen der Mobilmachung. der erste Verein, der sich korporativ zur Speisung durchziehender Soldaten aus den Bahnhöfen zur Versügung stellte. Daß unsere Tätigkeit aüch von leiten der'Behörden gewürdigt wird, erhellt daraus, daß wir für Fahrten unserer Wandergruppe infolge unseres Anschlusses an den Hauptausschuß für Fugendpslcgc Fahrpreisermäßigungen bei der Eisenbahn genießen und daß der Hauptausschuß deni Herr» Lberpräsidenten empsohlcn hat, uns eine st a a t l i ch e Beihilfe von 350.— M. zur Veranstaltung von Llchtbildcr-Vorträgcn, Anschassung von Blumcii für das Wanderheini, Rusiklns1ru::ientcu und Spiclgerätcn usw. zu geivährcn. Auch aus körperliche Ertüchtigung unserer Mitglieder sind wir bedackn. Aus unseren Antrag hat uns der Magistrat Berlin eine kür uns reservierte Spielwiese in Treptow zur Versügung gestellt, aus der 'n den Sominermonare,, an den Dienstag-Abenden von 7—10'Uhr Fußball. Barlaus, Schlagball usiv. gespielt wird. Unsere T u r » a b t e i I u n g mußte ivährcnd des Krieges ihren Betrieb einstellen, da säst alle Teilnehmer im Felde sind. Wir hoffen aber, nach dem Kriege sofort wieder mit dem Turnen zu beginnen. Wir haben nun noch die traurige Pflicht, unserer Mitglieder zu gedenken, die den Heldentod für das Vaterland gestorben sind. Von ihnen allen, ohne Ausnahme, erhielten wir begeisterte Zuschriften für die Fortentwicklung des F. J.-B. Qosscn wir. daß im dritten Kriegsiahre. das den Frieden bringen möge, die Wünsche unserer treuen gefallenen Freunde sich für uns erfüllen. * Wir lassen nachstehend ein Verzeichnis unserer Vorträge und Veranilallungen folgen: Herr Rabbiner Pr. L. A. R o s e n t h a l! Altjüdische Kampsesüilder und Kriegslieder. — Herr Pr. Leo! Löwen - st ein: Die Röntgen strahlen i in Kriege tmit eigenen Licht-