Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 6/7 (1916)
- Issue
- 2 (15.8.1916)
- Date
- 1916-08-15
- Page
- Seite 40 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- 40 - Ich lasse zunächst das Stenogramm sprechen. Gelieimrat Maretzki schloß seine Begrüßungsrede folgendermaßen: „Vergegenwärtigen Sie sich den heiligen Moment: die ganze deutsche Judenheil sicht jetzt aus Sie, von Ihnen, der Jugend, hofft sie die Weitersührung desjenigen Werkes, das wir Alten in unserer Jugend geträumt, gewünscht und erhofft haben und ohnmächtig waren, es in der Gesamtst,eit durchzusühren. Heute ist durch die Arbeit der Alten ein Boden geswafsen, welcher es ermöglicht, daß die Jugend hossnungsfroh ans Werk geht, einträchtig und vor allen Dingen von dem seist der Frei,,.Schaft, der-Liebe, der Zufaniinengehörigke:! getragen. Und wenn irgendwo ein Mißklang entstehen könnte, was ich nicht hoffe und wünsche, dann vergegenwärtigen Sie sich eins: Sie stehen nicht für sich allein da, nicht jeder Verein steht für sich allein ein, um seine Prinzipien zur Geltung zu bringen, sondern Sie stehen im Namen einer großen Gemeinschaft, die Sie zu respektieren haben und deren Einheil und Einträchtigkeit durch d:e ganze Welt geht, die Sie auch vollkommen zu beachten und in die Tat umzusetzen haben. -Sie haben neben den Srganisationsfragen das eine vor Augen sich zu halten: Im Namen der Judenbeit stehen Sie da, um die Ehre des Judentums nach allen Richtungen zu .vahirii. Es ist leider von der Geschichte bestätigt, daß die Judenheit, wenn es ihr gut ging, nicht immer imstande war, die feste Einigkeit;n wahren. Machen wir die Lehren der Geschickte zuschanden, daß ivir in der Gegenwart treu airsiiarren zneinander, niiteinander ini einträchtigen Handeln, uni die Ehre des Judentums zu fördern lLebhaster Beifall.) i Meine Tätigkeit ist hiermit beendet. Wir werden nun als erstes zur Konstituierung des Bureaus schreiten/ und ich bitte Sie. Herrn Referendar >>r. ^A p f c I --Eöln zu beauftragen, daß er den Borntz iür die Leitung des Verbandstages übernehme. : I>r. (Jricti Rosenkranz- Berlin: Ich hatte ^die Absicht, einen Herrn vorzuschlagen, verglicht unser Delegierter ist, der aber Mit-, glied dys! Jugendbundcs Berlin ist und andererseits gewissermaßen' mehr über der Sache frotit.j Herrn Rechtsanwalt I>r. Walter- Berlin. (Unruhe.) l Neibrmidar IR egen s b u r g e r ° Brannschiveig: Ich ividerwrecke diesem Vorschlag. Der von mir geschätzte Herr I >r. Walter wird es :jrir nicht verübeln, wenn ich bezweifle, daß er nach der kurze,, Existenz des Berliner Vereins schon mitten in der indischen^ Jiigendbewegung drinsteht. Ich möchte den Vorschlag des H»jtrn Gel Heimrats Maretzki. unter allen tlmständen unterstützen und ich kann Ihne,n obne besondere Voreingciioniiaenheit für die Person de^ Herrn l>r. A p j e I .sagen, daß wir mit seiner Wahl am besten fahren werden. Er bat sich gewissermaßen ein historisches Recht envorben, de,, Vorütz dieser Versammlung zu übernehmen. Ich glaube/ daß es jnr JnterV'e der Versammlung liegt, jemanden zu wählen, der solche grosse Ersahliinge» ans dein (Gebiete der Jngendbeivegung gesammelt hat. Jrst schlaue nochmals Henn I>i A pfel als Leiter vor und bitte Sie dringend, int Interesse des einigen. Verlaufs der Versammlung Hern: l>ri A viel zu wählen. (Beistill und Unruhe.)