Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1916-06-15 · 1 (15.6.1916) · p. Seite 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
6/7 (1916)
Issue
1 (15.6.1916)
Date
1916-06-15
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4926451-6352293-6352407--1102-4927209
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 12 — Hnicr hkiriik'tiit wild iidicrlirli »>eit orniU'v nuntH-ii 'als die. früher 11. Eine den Zeitnniständen angepaßte Untcrhnltunti kann daher mir belebend wirken, aber kann alleran Beledrung aebaten we aen' Wie es bei. einer jalciien Zeitumwälzung gar nickt anders kein kann, und die Probleme wie Pilze ans der Erde geschossen. Und ebenso natürlich in es, daß mir Inden durch alle diele Probleme ilark in Mitleidenschaft gezogen werden. Ta in es denn liniere P'-ickt, uns' mit ihnen vertrant zu machen, damit wir ans imstande sind, ein ent- 'cheidendes Wort initznsprecden, wenn die Ttnnde idrer Verwirklichung gekomnNn in. Tie Gestaltung der pol it ifclv 11 La ne des Judentums können ivir deute gewiß noch nicht kla überschauen. Toch wir adnen und fühlen es, das; das deutsche Judentum vor aroßen Entscheidungen.stellt, vielleicht vor de» größten, die jemals an es derangetreten sind. Tolcke Eiftscheidiiiigen aber verlannen ganze Männer, verlannen Persönlichkeiten, sür die da-' Wort Judentum nicht eine hohle Phrase, sondern ein indalt'-'diwerer Benriss ist. Tnrch ein einnedendeS Tichbefaften mit jüdischen Kranen aller Art aaben.wir deute uns zu bemühen, liniere Mitglieder z» solchen Persönlichkeiten heranznbilden. Portrane, klein. Referate über Bücher and Zeftungsanftatze, zwanglose Erörteruna.ii, iie alle dienen diesen, Zwecke. Es ist nicht uötin, das; dierbei etwas Pollendetes gegeben ivird, es genügt, wenn den Teilnedmern die Runen iieöffnet werden über iuc Bedeutung all dieser Fragen und wenn sie zu weiterem Nachdenken und ,zn eigener Arbeit angeregt würden. Biel würde gewonnen sein, wenn alle Vereine sich bemüdten, so zu arbeiten. Nun auch noch einige Worte zu dem Hanvtbedenken, daS gegen die Wiederansnadme der Arbeit vargebracht wird: zum Mangel an> männlichen Mitgliedern. Auch hrrr hat uns die Eriahrnng gelehrt, das; die Abwesendest io vieler tüchtiger >! räfte keinesivegs einen Ttillnand der Arbeit bedingen min;: Haben wir denn nicht weibliche 'Mitglieder? Und haben wii nicht gesehen, das; überall unsere Frauen und Mädchen tatkräftig eingcsprnngen sind, wo die zu den Salinen geeilten Männer Lücken gelassen haben? Wir können es nicht hoch genug anerkennen, das; unsere Frauen den schlveren Posten — doppelt schwer, weil die allmähliche Vorbereitung fehlte — in innstergiltiger Weise ausgesiillt daben. Was aber sich an allen anderen stellen bewährt dal, das wird doch zweifellos sich auch in unserer Trganisation dnrchftihren lassen. Tie Stätte, die der Jugend gewidmet war, ist verwaist. Pflicht unserer Frauen und Mädchen ist es, sich ihrer 'anziinedmen, ivenn sie nicht wünschen, das;, unsere ans dem Felde deimkchrenden Brüder den Ban, den ste errichtet dabeii, als Trümmcrhansen vorfinden. Znm Beweise der Erfolge, die unsere weiblichen Mitglieder durch ihre K riegSarbeit in der Jugendbewegung errungen haben, zwei Beispiele: In einer rheinischen Großstadt stehen sämtliche Vorstandsmitglieder des Vereins unter den Fahnen. Ta nehmen ein paar junge Mädchen die Geschäfte in die Hand und binnen ganz kurzer Zeitwerden die Leistungen des Vereins, der bislang nickt zu unseren besten gehörte, mustergiltig! Oder: In einer kleinen Gemeinde in Westfalen ruhte die Vereinstätigkeit im ersten KricgSjahre völlig. Veranlaßt durch i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.