Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 6/7 (1916)
- Issue
- 1 (15.6.1916)
- Date
- 1916-06-15
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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— 11 — Verein in der kleinen Gemeinde, der Tüchtiges geleistet hat, mehr Mitglieder zur Verfügung gehabt haben als der Verein in der Großstadt, der es vc rgezogen hat, nichts zu tnn? Ans Grund unserer Erfahrungen wagen wir die Behauptung aufzustellen, daß, wenn überall Wenigstens ein Versuch mit der Vereinsarbeit gemacht worden wäre, sie auch restlos hätte durchgeführt werden können. Hoffentlich tragen gerade diese Blätter mit ihren Arbeitsberichten der einzelnen Vereine dazu >ci, die Zweifler, die jegliche Arbeit, als aussichtslos hinstellten, ein?s Besseren zu belehren. Schwierigkeiten mögen vorhanden sein, cber sie sind nicht unüberwindlich, ein Erfolg ist'nicht ausgeschlossen. Lassen wir es also nicht selbst an dom Willen, zur Arbeit fehlen. j ' ' . T:ni Willen muß aber auch der Weg gewiesen werden. .Und es sollte liifch unsere Ausgabe sein, die A r b e i t s in ö g l i ch k e i t e n hier zis >berühren. Wir wollen uns dabei jedes Theorctisierens ent-' Kalten, beit dt also v<rlangt, sondern das, was gefordert wird, ist schon, längst in die Tat unter Ulis cm »fehle ich dringend, die Berichte aller Vereine, die gearbeitet slellnng möglich von alle daß wir hier blieben andern Richtlinien aufstellen die sich aus der geleisteten Arverslliedenen Vereine ergehen. Nichts Unmögliches wird uingc etzt worden. Eine Fülle des Stoffes (den. Pessimisten haben einmal zu lesen) biete:: sich da: im Rahmen dieser Tarkann nicht jedes' einzelne Gebiet, auf dem eine Betätigung und wünschenswert ist, gewürdigt werden. Wir müssen uns daraus beschränken, die Umrisse zu bezeichnen, innerhalb deren unsere Arbeit sich zu bewegen hat. A n f r e cl> t e r h a l t u n g des Verkehrs mit den iiu Felde stchenden Mitgliedern ist die erste Forderung, die wir erheben. Sie ist aber auch die M i n d e st f o r d e r u n g, die n erfüllt werden muß. Unsere Krieger, denen wir es'danken, sind. im Lande von dem Elend des Krieges verschont gehoben ein Recht daran«, daß »vir ihrer gedenken. Wir müssen ober,auch ihr Interesse für unsere Bestrebungen wach halten, denn noch dem Kriege werden wir dir Kräfte aller bedürfen. Wenn wir aber heute ihrer vergessen, werden sie auch nachher wenig Neigung verspüren, mit uns gemeinsam zu arbeiten. Taruiu bleibt in ständigem Verkehr mit unseren feldgrauen Brüdern! Sendet ihnen Liebesgaben, unterrichtet sie durch zusammenfassendc Berichte oder persönliche Briefe über die Vorgänge in der Heimat, über die- Arbeit Turee Vereins, über das Leben in Eurer Gemeinde! Gebt ihnen die Möglichkeit,, sich Einblick zu verschaffen jn die großen Zeitproblense, indem Ihr ihnen geeigneten Lesestoff hinanssendet! - Alles, was Ihr ihnen zu Liebe tut, ist gut. Nur vergesset sie nicht! Nolch schöner aber ist es, wenn daneben auch die Arbeit im I n n ein des Vereins nicht vernachlässigt wird. Ungemein viel gibt« cs auch Taruiu fehlen. da zu tun. Auch hier gilt es, den Zusammenhang zu wahren, komme man regelmäßig zusammen und sorge für Unterhaltung ustd Belehrung. Tenn \mtcf)* die Unterhaltung darf heute nicht. Taß keine üppigen Feste gefeiert werden, ist selbstverständlich. Aber die Jugend bedarf, wenn sie nicht verkümmern soll, der Freude.