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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-08-01 · 8 (1.8.1914) · p. Seite 217

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
8 (1.8.1914)
Date
1914-08-01
Page
Seite 217 (sequence 21)
Language
German
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— 217 — erscheinen uns die Gemeinden verpflichtet, ein wenig mehr der Frage der jüdischen Jugendpflege ihre Aufmerksamkeit zuwendcn zu sollen." „Ist es schon bedauerlich, daß die Gcmeindekörperschaften es in der weitaus überwiegenden Mehrzahl an eigener Initiative fehlen lassen, so iit die Klage noch berechtigter, daß die Gemeinden, selbst trenn sie von der or- . ganisierten jüdischen Jugend um Subvention oder Förderung gebeten werden, sie die Tragweite des Werkes der Jugendpflege übwsehen ilmd sich entweder gänzlich ablehnend oder so wenig entgcgenkommnid zeigen, daß ihre Leistung mehr als unzulänglich ist. Man wird allen unsere» Glaubensgenossen. die das Vertrauen der Gemeindemitgliedcr in die Vertretung der Gemeinden berufen hat, nicht nachsagen können, daß fii■ den Vorgängen des öffentlich-jüdischen Lebens nicht folgten, daß sie ihr Zutepesse nicht allen jüdischen Problemen und Aufgaben zuwendetcn. Allein es scheint doch, als ob sie sich bisher viel zu wenig in den Geist und in die Bedeutung. der jüdischen Jugendpflege vertieft haben, denn sonstkönnte ihnen der wahre Wert dieser jüdischen Jugendpflege für die Zukunft des deurscheu JudenluiuS und der.Gemeinden nicht entgangen sein. Man mag gern zugeben, daß für' eine ganze Reihe von jüdischen Gemeinden die Verhält risse leider so liegen,, daß trotz Anspannung aller Steuerkräfte die Einnahmen kaum hinreictien. um die allernottpendigsten Bcdü zu befriedigen. Abe^ wir haben csnisse für die gemeit blichen Institutionen eine ganz respektable doch anderseits auch Zahl von Gemeinden, auf die dc^s nicht zutrifft. Eine Berlin, die bei einem Jahresbudget von rund 6 Millünln Mark ganze .“Oft Mark für die eigentliche Jugendpflege übrig hat, lebt n Kindes", sie steht hinter ihrer Zfit zurück. - Freilich hat jüdischen Jugendvereine erst ganz vor kurzem an die und. soviel wir wissen, zunächst nur an die ganz große (Gemeinde z. B. wie acht im „Zeitalter dc§ s ch der Verband der Gemeinden gewandt, i. Und cs ist weniggemacht ist und sich' stens erfreulich, daß somit erst einmal der Anfang wenigstens einige Gemeinden durch die Bewilligung einer kleinen Subvention im Prinzip für die Förderung der jüdischen ncutrrlen Jugendbewegung damit erklärt haben. Wir wollen hoffen, daß die Mehr^a fähigen jüdischen Gemeinden denl guten Beispiel der mcinden folgen und die Jugendbewegung in ihren gut: ahl unserer leistungs-' wenigen großen Ge- :n Erscheinungen fördern werden. Gemeinden, Jugcndvereinc und Jugendpflege gehören zusammen, denn aus den Reihen der Jugend erwachsen den die Männer, die dereinst berufen sein werden, ihren Dienst, in den Dienst der jüdischen Allgemeinheit ruch unseren Gemcipsich uneigennützig in zu stellen." ' y. , 4 ■

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