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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-08-01 · 8 (1.8.1914) · p. Seite 200

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
8 (1.8.1914)
Date
1914-08-01
Page
Seite 200 (sequence 4)
Language
German
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— 2UU — Aut bcftcit beginnen wir Damit ans jene»» (Gebiete, Das in Der jitötfdK'u Geschichte seit jeder Den breitesten Mmn ernniinmt — ans Dein Der Religion. Run ist Diese wobt in-st»rer GrnnDiDee nnD in ihren GrnnDsätzcn als allen InDen gemeinsame aufznfassen. Aber Das Darj uns nicht hinDern. Die Tatsache zn erkennen nnD anzm-rkennen. Das: eben binsichtlich Der Verkörperung nnD Sicherung Dieser GrnnDiDee nnD Dieser GrnnDsähe zwischen WestnnD Cein ganz de- DentenDer nnD beDentiainer UnterschieD waltet. WährcnD in Der WestjnDenbeit Die Religion als eine Das ganze Alltagsleben besNniinenDe Formmacht säst ganz abgeDankt bat, stebt Die groste ostjnDische Masse nach wie vor unter Dieser iliächtigeir Tiiziplin. UnD Diese Tatsache vertiert auch DaDnrch nichts an VeDentnng, Dast es Dort eine orthoDore, hier eine antireligiöse MinDerbeit gibt. Tenn jene TrthoDorie ist. abgesehen vöiT ihrer numerischen Tchivache. zn sehr Partei, zn wenig Völksselbstverstä^DIichkeit. um ancii nur ihre Anhänger in ihrem ganzen Menschsein ergreisen zn können, geschweige irgenDwie Den allgemeinen Tnviis Der westjnDischen (Gesamtheit zn beeinträchtigen. UnD ebensowenig veriiiag Die Antircligioiität. Die Die ostjüDiiche Intelligenz nnD eine Dünne Tchickt Des ostjUDischen Proletariats beherrscht, Das VilD Der religiösen Tiszivliniertbeit. Das Die ostjnDische Volksniasse heute bietet, zu stören. Tie Fntunst aber, über Deren beliebte Tentnngen ja viel zn sagen wäre, steht hier nicht in Frage. Man liebt cs in westjiiDischen reite», mit'mehr ober weniger Zurückhaltung ans Den peinlichen WiDeripruch Kinziiiveiien, Der zwischen Der strengen religioitsgeiehlichen Lebensführung Der TstjnDen nnD ihrem angeblichen moralischen TientanDe bestellt. UnD manche gehen sogar w weit, hier einen Zusammenhang zn wittern: „WerkDienst", Der Die Sittlichkeit ersehen soll. Glücklicherweise aber steht es mit Dieser bei Den TsljnDen gar nicht so schlimm. Man braucht gar nicht zu leugnen, Das; sie als eine Volksgemeinichast mit schart ausgeprägten Zügen, wie alle Völker, auch ihre charakteristischen schwächen nnD TünDen Naben. Welcher Mensch nnD welches Volk hätte iie nicht? Man kann auch rnliig zugeben. Das; iveziell Die ostjüDischen HänDler Die TxtnDelssiinDen um einige Grabe kleinlicher begehen, als Die westiiiDischen ,>ianslente «Die ja naturgeuiäs; insoiern auch schnlDiger jinD als weniger NanDeltreibenDe Vevölkerungs'chichteni. Tenn Das ist ja nur eine Folge Der kleinlicheren, armseligere» Erwerbsverhältnisse. Aber weitere Anhaltsviinkte zur Verurteilniig iinD wirklich nicht Da, Desto mehr solche für eine gegenteilige Tlellnngnabme. FeDensallS braucht Dieses Volk ' mit seinen hnnDerttansenDen giitmütigen armen Leuten, Die nie eines Anderen Däabe berühren, mit seinen Arbeitermasseu, bei Denen Gewinnsucht gar keine Rolle spielt, mit seinen zebntanienDen von stillen Naturen, Die Darben, um Gottes Delire stnDieren zu können, mit seine» tausenDen Enthusiasten. Die sich ihr Fortkommen ver'verren, weil sie sich von ihre» FDealen nicht abbringen lassen, mit einem Familienleben sonDergleichen — wahrlich keinen Vergleich, weder mit De» anDeien Völkern, noch mit seinen westlichen Ttamines-. nnD Glanbensverwa übten zn scheuen. £it wirb Die Anklage mehr ins Religiöse gerne»Deb Ans Der i Zwier Formen in Der TstjnDenheit wirb ans Manstarke» Geltung reli l

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