Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 5 (1.5.1914)
- Date
- 1914-05-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- 134 - Bibel", für Bibetkunde überhaupt sich ins Zeug geworfen hat. Hier ist man an den meisten Plätzen nicht über die Ansätze hinausgekomi» n, und fast alles bleibt noch z» tun. Will man ein Borbild für die Arbeitsmethode auf diesem Wissensgebiete, so sei aus die löblichen Zurenstnnden der jüdischen Ztildenten-Lrganisationen verwiesen. Taß das Ergebnis solcher immer wieder mit Nachdruck zu verlangenden Pslege des Jüdischen unserer Jugend die Ucberzeugnng von einer wunderbaren Tendenz unserer Geschichte, von wahrhaften Großtaten jüdischer Gelehrter, von der Erhabenheit jüdischer Zittenlehren wecken rpird, darüber sind wir wohl alle einig, und in diesem Zinne dars und soll unsere Arbeit teleologisch, zielbewnßt sei».. Aber wenn es nach meinem Wunsche ginge und nach dem der meisten meiner Jreunde, müßte unserem Verbände noch ein viel schärfer ningrenztcs Ziel für unsere Arbeit im Jüdischen vorstnveben die Einimpsiing einer jüdischen Weltanschauung, einer „« oiitVssio" nicht nur zur Judenbeil, sondern auch zum Judentum. Toib damit rühre ich an schwierige und für die Bube im Verbände leicht gefahrdrohende Probleme, die für die Verbands-Monatsschrift noch nicht! spruchreif find. Wenn ich sie aber berührte, so geschah es ans der feisten lleberzenguiig heraus, daß wir auch nach dieser Richtung zu absoluter Klarheit und Eindeutigkeit uns selbst und den anderen gegenüber ^nil der Zeit kommen müssen — zunächst aber im engeren streife der zur Leitung gehörenden Persönlichkeiten. Hinsichtlich der Aussetzungen, die ich an der Turchsührung unserer nicht minder wichtigen Ausgabe als Träger deutscher stuktnr zu machen hatte, dars ich es wobt bei den allgemeinen Andeutungen bewenden Zaifen. Zind hier doch eigentlich mehr Jehler methodischer Natur zn berichtige», mehr Lücken ausziisüllen, als daß von Grund ans zu barien wäre. Im AizPn liegt allerdings noch die künstlerische stultur bei unseren meisten Vereinen, und darum dars ich wohl betonen, wie notwendig es ist. sich bei der Ausstellung von Programmen zu musikalischrezitatorischen Abenden ausschließlich durch die Rücksicht ans künstlerisch Wertvolles und nickst aus den äußeren Effekt bestimmen zu lassen-, ich habe es oft erprobt, daß man unsere jüdische Jugend unschwer an das'Echte in der stunst gewöhnen kann, und daß man ihnen danach nicht mehr mit Zurrogatein kommen darf. Ein ernstes Wort wäre nun noch darüber zu sagen, was uns aus unserem dritten Zcbassensgebiete. dem der eigentliche» Jugendpflege, zich leiste,, bleibt. Unsere Verbandsvereine haben es wobl durchweg als den eigentlichen Zweck der Jugendpflege erkannt, junge Menschen, die der Zchule entwachsen sind, bis zur Reise aber fast ausnahmslos noch der Jiihrnng und Ztiitze reckit sehr benötigen,-vor den Gefahren der Ztraßc. der Wirtschaften und stasscebäuscr. neuerdings auch vieler 2