Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 5 (1.5.1914)
- Date
- 1914-05-01
- Page
- Seite 132 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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nicht mehr zeitgemäß fein. Leim das letzte Jahrzehnt „war unserni ^decit nicht reif", hoch die, „welche kommen werden", werden es i» feiner ganzen Bedeutung zn würdigen wisse», . Ltrengste Zentralität »ins', daher hinfort unser unverbrüchliches Losungswort sein. Fndes, mit der Schaffung eijier neutralen jüdischen Plattform haben wir zwar, wie wir sahen, gerade für unser Geschlecht etwas wertvolles geleistet, aber die damit notwendigerweise einhergehende Ausgestaltung der gemeinsamen Interessensphäre ließ noch manche Wünsche bislang unerfüllt. Es ist vielerorts in den letzten Jahren tüchtig gearbeitet worden, vor allein geschah viel auf dem Gebiete der .Körperkultur, vielleicht sogar mitunter zu viel unter stiefmütterlicher ■ Behandlung nicht minder wichtiger, geistiger Lchasfensgebiete. Aber nicht mit Unrecht wurde fern 'verschiedenen weiten ein Mangel an Lpstematik in der Arbeit vieler Vereine gerügt. Man vermißt in der Tat reckt häufig eine offensichtliche Zielstrebigkeit in der Anlage des Arbeitsplanes, und dies dürfte wohl nicht, .gar so selten auf ungenügende .Klarheit über die Wesentlichen Punkte unseres Verbands- Prog'ammes zurückzuführen sein. Vielleicht haben wir alle, die schoit seit fahren in der jüdischen Jugendbewegung mitarbeiten, es bisher an einer unzweideutigen Ltelluiiguahisie zu manche» prinzipiellen Frage» felgen lassen. Wie wären sonst so bedenkliche Aenßernitgen möglich, 'wie sie mir erst vor wenigeit Tagen ans dem Munde hochintelligenter und begeisterter Zngendvereiuler zu Ohren kamen, von denen die eine kühn behauptete, wir seien „keine die andere sagte: ,,^ch interessiere Teutscher!" Lolche, unsere Lache merkungeu werden künftighin nute de» Mitgliedern eintrichtern, daß einer'eits die Pflege jüdischer Eig> scher (Geistes- und aäerzenskultur, jüdische» ^ngendverband eine glatte konfessionellen Vereine", während uiich nicht für das jüdische, ich bin unter Umständen bloßstellende Verbleiben. wenn wir als unser AVE unsere Ausgabe eine dreifache ist: »werte, der Errungenschaften jüd'> eine Lpezialanfzabe, die für eine» elbstverständlichkeit ist, andererseits die Weiter-' und Durchbildung der uns von frühester Ziindheit eignenden deutschen Ztultur und! die Erziehung Zum Willen, an der Bereicherung dieser großen, deutschen Mnltnr unser Teil als Hilden lim (Gegensätze zu den arischen Ehtislen oder christlichen Ariern!) beizutragen, »nd daß diese beiden Aufgaben der dritten, umfassendere» einznordnen find, die man gemeir siere» kann. Das sind für sehr hin als „Jugendpflege" charakteri- .stele unserer FreNnde Binsenweis- oder Gestalten ans der jüdischen heilen, und doch—-warum verstößt man fast allenthalben gegen sie? >?ier fehlt jede jüdische Aote im Arbeitspläne, oder begnügt man sich mit einzelne», völlig zusammenhangslosen Vorträgen über Geschehnisse Geschichte: dort hinwiederum läßt