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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-01-01 · 1 (1.1.1914) · p. Seite 16

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
1 (1.1.1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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1(> iem wird - der zweite Band steht bevor und «all liier angezeigt werden, wenn ec rammt - wird den deutschen fndcn eine zweite Bibel geschenkt sein, eine Sagenbibcl, ein Mnthcnbudf - ein neu-nraltes Denkmal der grandiosen Seele des Judentums. Die Weite dieser Seele ist nicht geringer als die Weite der Welt: vom .Oimmel durch die Welt zur .'ööllc von Elohim und den Engeln, von den Gestirnen und den himmlischcn 2pf)(hcii dehnt sie sich zu den Menschen, zu Adam und -sdcnoch i wollt ihr vom Paradiese hören k vom Matatron? Von Mains Dod und von den Weibern des Lantechzu den Tieren, ob sie nun Ungeheuer seien, Behemoth und Leviathan oder nur der klügste, der fnchS, und die Böse, die Schlange; bis in den Sphären der Dämonen die andere Grenze der Se.le ist, die hei fahive und der Thora beginnt. , um zu enden beim S inael und der Lilith.. Das ist die Legende vom schässenden fahive und leniem Werke; der Welt; und ich ivill nichts von der starken Schönheit der Sinnbilder sagen und von dem ticsen Sinn der bunten Geschichten; will nicht darlegen, lvie die bestinimenden Zträste des fuüenkuilis in diesen fabeln sich regen: die Tnrchgeistigung der Welk und die Heiligung des Lebens; will nicht oeriveile» bei der Darlegung. lvie die Einheit des jüdischen Geistes sich osseubart in der Bielsäliigkeu der Brechungen, die ein Thema in vielen Geltallen dichtet nur ivinken will ich' cutli, ihr Zungen, die ihr erlösendes fabulieren iucht; sprießende Dichtung, üppig . ans dem »ern lande eures Polkstums »vachsende fantasie. die nie ohne einen S.i»n ist, der ebenso aus die>er jüdischen Mine stammt; hier ist etlvas zum Staunen, ein beglückendes Buch, ein Märchcnwald. in dem der Adler des jüdischen Gottes nistet; ihr, die;hr Grimms Märchen liebt und die griechische Mbthologie ebenso beherrscht ivie die germanische sollte sichs tip euch nicht wie Scham und Sehnsucht regen, daß es etwas Indisches gibt, mindestens gleich an Wert den genannten icnd euch faden zehnmal tiäher, ohne daß ihrs schon kennt, ivill sagen besitzt’ Wenn >nis L>euligcn aber diese Worte aus sehr sernen Tagen so nahe sind, das; ivir sie als Perivandles in niis anfnehmen: ivas sollen >vir dann fühlen, ivenn uns plötzlich, in B n b e r s Büchern aus dem chasiidischcn »reise, die ichassendc: Geivalt eines fudentnins aniairer^ das uns zeitlich unendlich'näher ist, getränkt von den bitteren Wassern der Berbaunnng, brennend von grenzenloser Sehnsucht und zugleich blühend in der frende an der Welt'k fch zergliedere den Eindrink nicht, den diese Bücher machen müssen, ivenn man 'noch fude in seiner Seele ist. ich verkünde ihn. fel> sage: diese W e t dt j d) l e n d e s Nabbi Na chm an. dijsc Legende des Baal sch ein. entstanden vor wenige» hundert fahre», jneu empfangen, iviedererzengt und iviedererzählt in unseren Taaeir. im Nbvlhmus unseres Blnies und im Ton unserer Stimme, »ns gegeben von eiiicm didttenden faden. diese Bücher, deren Einleitungen erstmalige Erteuntnis heranstühren von Art und Sinn des jüdisdicn Geistes und der Seele des fndentums, und von denen eine neue Epodie anhebt, iveil hier zum ersten Male unsere Seele ihrer selbst beivnstl wird:, diese Legenden, die so stark das innerste Sein siidisdicii Lebens darste.llcn, Elejkalt iverdcn lifsseii, jedermann, der Angen bar. zu Gesicht bringen, das; von ihnen das Lidir der Ernelierung und ein Strom der Wiedergeburt ausgehk; diese Mcnsafetk, - ön denen erzählt tvird und deren innerstes Leben vor unseren ersdiüklerndcn öerzcn fich enthüllt, in :l!einheit und nniäglidtem Drang zur Bollkouimenheit. gir Erlösung, zur Gewinnung des ins Dasein verwobenen Gottes; dieser »osmos. der sidi in uns anstut und der ein jüdisches und unbedingtes Sei» ist — diese beiden Bücher lverden unsere fugend zu sidi selbst, zum fudcntum, zurückfübren. oder nichts, keine »rast, keine Beredsamkeit und kein Erlebnis iverdcn es tun. Denn die sdiaisende Geivalt. die von ihnen ausgehl, gibt fettje Lehre und kein Gesetz, sondern sic weist uns ein glühendes und blühendes Tiesseits, in sidi ruhend und vollendet, und ganz ersüllt vin drängenden Gestalte», die wirken, sterben, wiedergeboren lverdcn und anssteigen, die einander

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