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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-01-01 · 1 (1.1.1914) · p. Seite 15

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
1 (1.1.1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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flenbe eilt, dem aus jener Glaubenshereitschaft zchar der Tust und die Rührung des Ereignisses innig zuflietztgohne daß er vermeinte, 'es müge sich so in unserer Welt der kausalen Gedunsenheit zugeti eigen haben; der aber unterhalb der Geschichte den tief besonderen Sinn er laßt, den sie verkleid« t darstellt, die Heiligkeit der Person, um die die Legeilde sich wie eine verklärende Vliirfl ausgießt, und fie inbrünstige! Erhobenhei! und gläubige Pertr mtheit jener Unbekannten, cchs deren Munde die Legende erstmals auSgjng. Ihm wird kein nur ästhetischer Genutzt bereitet sein; ruS der Wirklichkeit der Legende wird in die Wirklichkeit feistest Lebens eil Schein stießen, d^c es sür jene Stunden vergoldet, da er dieiBücher in der Zand hält, die uns'Hintigen. die mündliche 'Hebe ersetze»; und wenn ihn rjn oder das andere Wort, eine oder die andere Deutung im sTiefsten anrühvs, so daß er an dieser! Tage nicht weiter liest, wird seiner Seele etwas N«yeS und Bereichernd:» zugeströmt, wird sein Leben aus immer verliest sei t. Wenn solche Buch: r aber von jüdischen Legenden reden, so kann nichts gefüziger sein, zum Herz n des Juden unmittelbar zu dringen, Darum schreite ich über Legenden üicher; und nur will ich, ebe ich von den einzelnen begi ine, etwas über die formen sagen, in denen wir sie vorsinden können; denn nicht gibt es sür sie ei >e festgelegte Norm der Gestaltung, wie etwa lyrische Gedichte nur in Verssn oder ' Aiorismen nur in treffender Knappheit möglich sind. Fwar ist die Legende epischer Bericht, und daS notwendig, wie wir ge ehen habe», und kaum wird sie ferner die Fädigkeit in sich enthalten, einen sehr umfangreichen, romanartigen Berichs darzustellen, der das ganze Leben des Heiligen insunterbrechungslosems Fluß gibt —. dieser i’lrt kommen die Evangelien am nach- . ften —; sondern eher wird sie die:kurze Erzähluitg oder, wenn um eine Person viele Legenden sich zum Kreis schließen, eben die Form des Kranz aus Teilen bestehenden Ganzen, gefunden Haber. Aber in dieser ih werden sich Usiterscheidungen machen.lassen, die wir fast als Stu Uebertieferung empfinden dürfen. Wir können die einzelne Leg: schlichter Erzählung kurz und gut vorfinden, köi yen sie von einem S denn ihm ei» Legend «eigernd anordnet, c hte gekleidet sein und in erlesener Ptosa nachgedichtet bekümmert, der, Vorgelegen hat, die einzelnen Glieder sinnvoll Legende kann auch in eine märchenartige Geschi zu einem halb kuriosen, halb rührenden Novellenstoff entarten, bis sich der Kreis darin schließt, daß ein Dichter aus freiem Ermessen Legenden «lirfindet, die dann weitestgehend das verändernde Gebilde der mündlichen Wanderschaft wieder anhebesi.!s, des e^Art ien'fcer nde in ünstler nkranz ver. die endsich Die ersteForm der lleberlieferung baben ■ vs u b c n", von Gorio» ausgewählt und von in ein klares, plastisches und schlichtes Deutsch schön übertragen — ein Ver dienst, das man um so böber schätzt, wenn inan und künstliche Sprache geärgert hat, in der £>. L, entnommene Legenden erzählt — ein Schristde tisch mit der Tendenz künstlerischer Gestaltung, das aber ohnmächtig hinter dadurch nicht gehoben, sondern verkleinert, verändert und verzierlicst wird. Erst am Gegenbeispiel wird überhaupt fühlbar, und künstlerische Disziplin in diesen llebersetzungen verborgen sinh^uitd Einleitung wie Anmerkungen verraten, diese die U igeheuerlichkeit des bewältigten Stoffes, jene die Bescheidenheit und geistige Vertrautheit des .Herausgebers mit dem Wesen des darfst enthaltenen Judentums, das so vergangen wie gegenwärtig ist und imstande, jeden Tag jüdische Seelen zu entzünden. Nicht Legenden allein, auch Tagen, Geschickter und Mythen bietet dieser' erste Band, der von der Urzeit handelt, dem jüdischen Leser — will sagen, er bietet ihm eine dichterische und wundervoll pjjantastische Begleitmusik zum wir in den „Sag an der Rahel Rainberg-Ber, ycewsti sich vorher über die Held einige dem Tu dem Stoffe zurückbl übt, der wieviel sprachliches saftloie l m u d Können strengen Terte der ersten Pentatenchkapitel; und wenn die Sammlung beendet ■

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