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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-12-01 · 12 (1.12.1913) · p. Seite 384

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
12 (1.12.1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 384 (sequence 10)
Language
German
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384 jeßeni Panikularismus frei gemacht und tri b ein^ wahrhaft großdeutscke Schissahrtspolitik. Ter Lloyd zeig e feine Ichlüffelflagge überall, wo der^Handel dev Schiffahrt auch nr r irgend eine Stütze zu bieten.versprach, und verließ sich darauf, daß i um mit der Flagge nur mutig voranzugehen brauchte, um den Handel eines so mächtig „im Uomiuen begriffenen" Lftrtschastsstaates wie des Deutschen Reiches wachzurufen und nach sich zu ziehen. Als Tank erhielt der Norddeutsche Lloyd vom Reichstage den offiziellen Postdnnpferdienst nach Ostasicn lind Australien mit seinen besonders fiii die damalige Zeit sehr wertvollen Subventionen. Das waren Brem:r Erfolge, dem kargen Boden mir der Schärfe der Intelligenz n»> der Unverdrofsenheit des Fleißes abgernngen, denen des reicheren Hamburg, al.s Ballin in seine erste Reederei eintrat, nichts gleich s harte. Albert Ballin, ganz frische, nnverbranchle und in keiner Tra dition beengte Persönlichkeit, die er war, erka daß den vielfältigen, doch etwas fchwunglofen. ins Breite. Alltägliche olzes gegenüberzustellen inte bald, woran es lag, nirgs der Zug nach oben teigerung fehlte. In der i d) f e i t und Emsigkeit zertreibenden Zlräften und Bestrebungen Ham' und nach dem 'Zentrum, die Sammlung, die Hamburger Schiffahrt lebte wohl die Ehrl des? Fleißes, der sich in der pflichteifrigen Ausnutzung des 0) e!g enwärtigen erschöpft und zufrieden gibt, lebte aber nicht die Idee, die immer in die Zukunft drängt. Albert Ballin, der aus, Ueberzeugung Passageagent geworden war. erkannte, daß eine. Schiffahrt, die ihre Hanptsti rke in der Frachtenfahrt sah und dank der günstigen Situatio r Hamburgs diese Fahrt auch unschwer gegen jede Konkurrenz verteidigen konnte, zwar immer ihre Leute ernähren, zwar immer dem llcberseehandel schlecht und recht "dienen würde, daß ihr aber doch die lege Werbekrast, das letzte Ansehen, die letzte Fruchtbarkeit und die letzte Besruchtungssähigkeit febljCtx müsse. Tie Frachtensahrt, die man bisher in Hamburg als die Hauptsache angesehen batte, worüber man die Personenbeförderung iiifd besonders den »ajütenverkehr etwas vernachlässigt hatte, kommt mit einfachen, normalen, mittelmäßigen und langsamen Schissstypen aus. Tie Regelmäßigkeit der Fahrten braucht sich nicht dis zur pünktlichen Exaktheit und Schnelligkeit zu steigern, vielfach kann sie sich sogar mit der unregelmäßigen Trampreede, der logen, „wilden" Fahrt, begnügen und auf das feste Rückgrat der Lini mreederei verzichten. Den Ruhin der Schisfahrt eines Landes, den „Ra nen" einer Reederei macht nicht die Frachtschiffahrt, sondern der Passage sienst. Man darf mich nicht mißverstehen. Es gibt reine Frachtreedereim, die sehr hohe Erträge bringen, vielleicht höhere als die Passagelinien oder die gemischten llnternehmungen. aber es gibt keine reinen Krachtreedereien allererster (tzröße und Ordnung. Dazu fehlt ihnen 4wir können es ruhig so nennen — der Reklameglanz der großen. » odernen und kontfortablen Schiffe, der imposanten Schnelldampfer, die sich vielleicht aus dem

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